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Alkohol / Ethanol — Interaktionen

Bekannte pharmakologische Wechselwirkungen basierend auf wissenschaftlicher Literatur

Depressiva
5 Interaktionen

Diese Informationen basieren auf wissenschaftlicher Literatur und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen keine medizinische Beratung.

Schwere ZNS-Depression: Atemdepression möglich

Kombination mit: Benzodiazepine

Hohes Risiko

Beide Substanzen verstärken die GABAerge Neurotransmission am GABA-A-Rezeptor. Die additive Wirkung kann zu schwerer Sedierung, Atemdepression und Bewusstlosigkeit führen.

Mechanistischer Konflikt

  • GABA-A-Potenzierung + GABA-A-Modulation = additive ZNS-Depression

Additive ZNS-Depression und erhöhte Aspirationsgefahr

Kombination mit: Ketamin

Hohes Risiko

Ketamin und Ethanol wirken beide dämpfend auf das zentrale Nervensystem über unterschiedliche Mechanismen. Die Kombination erhöht das Risiko für Bewusstlosigkeit, Übelkeit und Aspiration.

Mechanistischer Konflikt

  • NMDA-Antagonismus + GABAerge Potenzierung = additive ZNS-Depression

Lebensbedrohlich: Schwere Atemdepression

Kombination mit: GHB

Hohes Risiko

GHB und Ethanol wirken beide als ZNS-Depressiva über das GABAerge System. Die Kombination kann zu schwerer Atemdepression, Bewusstlosigkeit und im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Mechanistischer Konflikt

  • GABA-B-Agonismus + GABA-A-Potenzierung = synergistische ZNS-Depression

Bildung von Cocaethylen: Erhöhte Kardiotoxizität

Kombination mit: Kokain

Hohes Risiko

Bei gleichzeitiger Einnahme von Kokain und Ethanol bildet sich in der Leber Cocaethylen, ein aktiver Metabolit mit längerer Halbwertszeit. Cocaethylen erhöht die kardiotoxischen Risiken erheblich.

Mechanistischer Konflikt

  • Hepatische Transesterifikation → Cocaethylen-Bildung

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