Häufigste Todesursache in der Opioid-Substitutionstherapie
Methadon ist ein vollsynthetischer μ-Opioid-Agonist mit langer, inter-individuell stark variabler Halbwertszeit (15–60h). Methadon blockiert zusätzlich hERG-Kaliumkanäle und kann die QT-Zeit verlängern (Torsades-de-Pointes-Risiko). Benzodiazepine potenzieren die GABA-A-vermittelte ZNS-Depression. Die Kombination ist epidemiologisch die häufigste Kombination bei Todesfällen in der Opioid-Substitutionstherapie. Die variable Methadon-Halbwertszeit macht Akkumulationsrisiken über Tage schwer kalkulierbar.
Mechanistischer Konflikt
- μ-Opioid-Agonismus + hERG-Kanal-Blockade mit QT-Verlängerung (Methadon) + GABA-A-Potenzierung (Benzodiazepin) = synergistische Atemdepression + kardiale Arrhythmien
- Methadon hat eine lange, variable Halbwertszeit (15–60h) — das Atemdepressionsrisiko kann sich über Tage erstrecken