Wer nimmt ab?
Du erreichst Mitarbeitende der regional zuständigen 116117-Leitstelle. Medizinisch geschulte Mitarbeitende helfen bei der Einordnung.
Hilfe in Deutschland
Finde jetzt den nächsten sicheren Schritt – bei psychischer Krise, Suizidgedanken, Sucht, Entzug oder Sorge um einen anderen Menschen.
Du musst gerade nicht dein ganzes Leben lösen. Nur den nächsten sicheren Schritt.
Sichere Orientierung
Das ist kein Test und keine Diagnose. Lies nur so weit, bis eine Situation passt. Die Seite bewertet nicht, wie gefährdet du bist.
1. Ist unmittelbare Gefahr möglich?
Zum Beispiel bei einem konkreten Suizidplan oder -versuch, schwerer Vergiftung, Atemproblemen, Bewusstlosigkeit oder Krampfanfall.
Ja oder vielleicht → 1122. Keine unmittelbare Gefahr: Brauchst du heute medizinische oder psychische Hilfe?
Ja → 1161173. Möchtest du zuerst anonym mit einem Menschen reden?
Ja → TelefonSeelsorgeSichere medizinische Hinweise und Wege zur Beratung.
Die nächsten fünf Minuten
Im Mittelpunkt
Du musst nicht wissen, welche Behandlung du brauchst. Beschreibe, was gerade los ist. Die 116117 ist nicht die „kleinere 112“ und ersetzt den Notruf bei Lebensgefahr nicht.
Du erreichst Mitarbeitende der regional zuständigen 116117-Leitstelle. Medizinisch geschulte Mitarbeitende helfen bei der Einordnung.
Die Nummer gilt deutschlandweit ohne Vorwahl. Sie ist rund um die Uhr erreichbar und aus Fest- und Mobilfunk kostenfrei.
Du erhältst eine Empfehlung, an wen du dich wenden kannst. Das kann eine Bereitschaftspraxis, ärztliche Hilfe oder Unterstützung bei der Suche nach psychotherapeutischer Versorgung sein.
Schildere die Situation offen. Bei möglicher Lebensgefahr, einem Suizidversuch oder schweren Symptomen wählst du direkt 112.
Wähle einen Satz, der ungefähr passt. Du darfst ihn ablesen und musst nichts perfekt erklären.
„Ich bin psychisch gerade in einer schwierigen Situation und weiß nicht, wohin ich mich wenden soll. Es ist keine akute Lebensgefahr, aber ich brauche heute Hilfe.“
Depression
„Mir geht es psychisch sehr schlecht und ich brauche heute Hilfe.“
Suizidgedanken
„Ich habe Gedanken, mir etwas anzutun, und möchte Hilfe.“
Sucht
„Ich habe Probleme mit meinem Substanzkonsum und brauche Unterstützung.“
Angehörige
„Ich mache mir Sorgen um eine nahestehende Person.“
Panik
„Ich habe gerade starke Angst und weiß nicht weiter.“
Warte bei Lebensgefahr, konkretem Suizidplan oder -versuch, schwerer Vergiftung, Atemnot, Bewusstlosigkeit oder Krampfanfall nicht auf 116117.
112 anrufenDirekt und ohne Umwege
Suizidgedanken verdienen Unterstützung – auch ohne konkreten Plan. Wenn die Gedanken drängender werden oder du nicht sicher bist, ob du allein bleiben kannst, hol heute Hilfe.
Sprich heute mit jemandem. Du kannst die TelefonSeelsorge anrufen oder über 116117 ärztliche beziehungsweise psychotherapeutische Hilfe suchen.
TelefonSeelsorge anrufenBleib nicht allein. Bitte eine erreichbare Person, bei dir zu bleiben, und ruf 116117 an. Wenn unmittelbare Gefahr möglich ist, wähle 112.
116117 anrufenDas ist eine akute Gefahr. Ruf jetzt 112 an, bleib nicht allein und bring Abstand zu gefährlichen Gegenständen oder Substanzen, wenn das sicher möglich ist.
Jetzt 112 anrufenSuchtbezogene Hilfe
Rückfall und Kontrollverlust sind kein moralisches Versagen. Hilfe kann ambulant beginnen, auch wenn du dich schämst, noch unsicher bist oder keine stationäre Behandlung möchtest.
Suchtberatung kann mit dir die Situation sortieren – ohne dass du vorher eine Diagnose oder einen fertigen Plan brauchst.
Bitte setze körperlich abhängig machende Substanzen nicht pauschal abrupt ab. Kläre den nächsten Schritt ärztlich.
Ein Rückfall nimmt dir nicht das Recht auf Hilfe. Melde dich erneut bei einer Beratungsstelle oder ärztlichen Anlaufstelle.
Du kannst anonym bei der TelefonSeelsorge sprechen oder auf Wunsch anonym mit DigiSucht beginnen.
Ruf 116117 an, wenn es dringend ist und keine unmittelbar erkennbare Lebensgefahr besteht.
Suchtberatung, Hausarzt, psychotherapeutische Sprechstunde und ambulante Angebote können mögliche erste Wege sein.
Das gilt besonders für Alkohol, Benzodiazepine und GHB/GBL. Die Seite gibt keine pauschale Anleitung zum abrupten Absetzen und keine Anleitung für einen eigenständigen medikamentösen Entzug. Bei Unsicherheit ruf 116117 an; bei Krampfanfällen, Delir, Bewusstseinsstörungen, Atemproblemen oder anderer Lebensgefahr 112.
Für Angehörige und nahestehende Menschen
Sprich ruhig und direkt. Höre zu, ohne die Krise kleinzureden oder sofort eine perfekte Lösung zu verlangen. Bei unmittelbarer Gefahr darfst und sollst du 112 rufen.
„Ich will dich nicht unter Druck setzen. Ich mache mir Sorgen und möchte, dass wir gemeinsam Hilfe holen.“
Bei konkreter unmittelbarer Suizidgefahr, Versuch, schwerer Vergiftung, Bewusstlosigkeit, Atemproblemen, Krampfanfällen oder anderer Lebensgefahr.
Wenn die Person nicht sicher allein bleiben kann: bleib bei ihr oder organisiere eine andere verlässliche Person und hole professionelle Hilfe.
Bleib klar bei deiner Sorge. Bei unmittelbarer Gefahr ruf 112 – auch wenn die Person gerade keine Hilfe möchte.
Bring dich nicht selbst in Gefahr. Setze Grenzen und nutze auch für dich Angehörigenberatung, DigiSucht oder eine lokale Suchtberatungsstelle.
Weniger Ungewissheit
Du musst den Ablauf nicht vorher kennen. Die Wege unterscheiden sich, aber jeder beginnt mit einem Gespräch oder einer Einschätzung. Eine Aufnahme oder ein Termin kann nicht pauschal garantiert werden.
Warum Synapedia diese Seite anbietet
Synapedia bündelt wissenschaftliche Informationen über psychoaktive Substanzen. In einer Krise braucht es zusätzlich einen klaren Weg zu professioneller Hilfe. Deshalb ordnet diese Seite offizielle Angebote ein. Synapedia betreibt selbst keinen Krisendienst und verspricht weder eine Diagnose noch einen bestimmten Behandlungsausgang.
Besonders einfach erklärt
112
Ein Mensch ist in großer Gefahr. Oder ein Mensch kann sterben. Ruf sofort an.
116117
Du brauchst heute einen Arzt oder psychische Hilfe. Es besteht keine unmittelbare Lebensgefahr.
0800 111 0 111
Du möchtest anonym mit einem Menschen reden. Die TelefonSeelsorge hört zu.
Du bist unsicher und eine Lebensgefahr ist möglich? Dann ruf 112 an.
Transparenz
Zuletzt fachlich auf Quellenebene geprüft am . Synapedia erfindet kein ärztliches Prüfsiegel.
Quelle 1
Notruf und Notaufnahmegesund.bund.de · Bundesministerium für Gesundheit
Quelle 2
Der ärztliche Bereitschaftsdienst116117 · Kassenärztliche Bundesvereinigung
Quelle 3
Psychotherapie und kurzfristige Hilfen116117 · Kassenärztliche Bundesvereinigung
Quelle 4
Telefonische BeratungTelefonSeelsorge Deutschland
Quelle 5
SuizidpräventionTelefonSeelsorge Deutschland
Quelle 6
Medikamentenmissbrauch und -abhängigkeitgesund.bund.de · Bundesministerium für Gesundheit
Quelle 7
Alkoholabhängigkeit · Suchtmedizinische Reihe Band 1Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit
Quelle 8
The GHB Trial · Research summaryUK Health Research Authority
Quelle 9
SuchthilfeverzeichnisDeutsche Hauptstelle für Suchtfragen
Quelle 10
Digitale SuchtberatungDigiSucht · öffentlich geförderte Suchtberatung
Synapedia ist keine Notrufstelle, kann die individuelle Dringlichkeit nicht erkennen und ersetzt keine medizinische Untersuchung oder Psychotherapie. Externe Angebote haben eigene Datenschutzbedingungen. Telefonnummern und Verfügbarkeiten werden regelmäßig geprüft, können sich aber ändern. Auf dieser Hilferoute sind Session-Replay, Autocapture, Krisenformulare, Newsletter- und Monetarisierungselemente deaktiviert.