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Ethanol ist ein weit verbreitetes Depressivum, das die GABAerge Neurotransmission verstärkt und die glutamaterge Übertragung hemmt. Chronischer Konsum kann zu Abhängigkeit und schweren Organschäden führen.
33 gefährliche Kombinationen
Diese Kombinationen sollten vor jeder weiteren Recherche zuerst geprüft werden, weil sie akute Risiken deutlich erhöhen können.
Bestimmte Kombinationen können gefährlich sein. Informiere dich vor der Einnahme mit anderen Substanzen.
Lebensbedrohlich: Schwere Atemdepression
GHB aktiviert GABA-B-Rezeptoren und GHB-spezifische Rezeptoren. Ethanol potenziert GABA-A-Rezeptoren und blockiert NMDA-Rezeptoren. Die doppelte GABAerge Aktivierung über verschiedene Rezeptorsubtypen (GABA-A + GABA-B) führt zu synergistischer ZNS-Depression. GHB hat eine sehr steile Dosis-Wirkungs-Kurve — geringe Mengen Alkohol können den Übergang von Euphorie zu Koma abrupt beschleunigen. Diese Kombination ist die häufigste Ursache für GHB-assoziierte Todesfälle.
Lebensbedrohlich: Ultrapotentes Designer-Benzodiazepin + Alkohol
Clonazolam und Ethanol potenzieren beide die GABAerge Neurotransmission. Die volle GABA-A-Agonist-Eigenschaft von Clonazolam (ohne Ceiling) macht die Kombination qualitativ gefährlicher als klassische Benzodiazepin-Alkohol-Kombinationen. Bereits sub-milligramm Dosen können die Alkoholtoxizität dramatisch verstärken. Anterograde Amnesie, Bewusstlosigkeit und Atemdepression sind die Hauptrisiken. Die subjektive Alkoholtoleranz kann durch Clonazolam massiv reduziert werden.
Lebensbedrohlich: Additive Atemdepression und Aspirationsrisiko
Heroin (Prodrug von Morphin) unterdrückt den Atemantrieb über μ-Opioidrezeptoren im Hirnstamm. Ethanol verstärkt die GABAerge Inhibition und hemmt exzitatorische NMDA-Rezeptoren. Die Kombination führt zu einer überproportionalen ZNS-Depression. Zusätzlich erhöht Ethanol das Aspirationsrisiko bei Bewusstlosigkeit durch Unterdrückung des Würgereflexes.
Lebensbedrohlich: Atemdepression und erhöhte Opioid-Plasmaspiegel
Oxycodon ist ein potenter μ-Opioid-Agonist. Ethanol verstärkt die ZNS-depressive Wirkung über GABAerge Mechanismen und kann bei retardierten Oxycodon-Formulierungen zu einer schnellen unkontrollierten Wirkstofffreisetzung führen (Dose-Dumping). Die resultierende akute Opioid-Intoxikation kann tödlich verlaufen.
Lebensbedrohlich: Verlängerte Atemdepression und QT-Verlängerung
Methadon hat eine ungewöhnlich lange Halbwertszeit (15–60 Stunden) und wirkt sowohl als μ-Opioid-Agonist als auch als NMDA-Antagonist. Ethanol potenziert die ZNS-Depression. Zusätzlich kann Methadon das QT-Intervall verlängern, was in Kombination mit Ethanol das Risiko für Torsades-de-Pointes-Arrhythmien erhöht.
Der Fingerprint verdichtet Rezeptoren, Wirkmechanismen und Substanzklasse zu einem kompakten pharmakologischen Profil.
Er dient als Orientierung für das Gesamtprofil, nicht als Ersatz für die Detailsektionen. Die Datenlage ist hier begrenzt.
GABA-A-Potenzierung, NMDA-Antagonismus
Wirkmechanismen
Zielrezeptoren
Trust Layer
Evidenz, Datenqualität, Quellenbasis und Review-Stand sind hier auf einen Blick verdichtet.
Evidenzniveau
Limitierte Datenlage
Überwiegend klassenbezogene Daten; substanzspezifische Primärliteratur fehlt weitgehend.
Datenqualität
Mittlere Datenqualität
Die wichtigsten Punkte sind abgedeckt, aber Teile der Einordnung beruhen eher auf Baseline-Daten oder allgemeinen Klassenmustern.
Quellen
2 Quellen
2 sichtbare oder erfasste Quellen; davon 2 direkt eingeblendet.
Review & Aktualität
Kein Datum hinterlegt
Kein sichtbarer Review-Zeitpunkt hinterlegt.
Wissenschaftlich aufbereitete Informationen, keine medizinische Beratung.