Substanzen, die an Opioidrezeptoren binden und analgetische sowie euphorisierende Effekte hervorrufen.
(1S,2S,6R,14R,15R,16R)-5-(cyclopropylmethyl)-16-[(2S)-2-hydroxy-3,3-dimethylbutan-2-yl]-15-methoxy-13-oxa-5-azahexacyclo[13.2.2.12,8.01,6.02,14.012,20]icosa-8(20),9,11-trien-11-ol ist ein Opioid, das an Opioidrezeptoren (μ, κ, δ) bindet und analgetische sowie sedierende Effekte erzeugt.
Alfentanil ist ein synthetisches Opioid mit schneller Wirkung und kurzer Halbwertszeit, das vor allem in der Anästhesie als stark wirksames Analgetikum eingesetzt wird. Es wirkt primär als μ-Opioidrezeptor-Agonist und hat ein hohes Abhängigkeitspotential sowie ein signifikantes Risiko für Atemdepression. Aufgrund seiner Potenz und Wirkgeschwindigkeit erfordert der Umgang mit Alfentanil besondere Vorsicht.
Anileridine ist ein synthetisches Opioid aus der Phenylpiperidin-Klasse, das als starkes Analgetikum wirkt. Es bindet hauptsächlich an μ-Opioidrezeptoren und wird zur Behandlung mäßiger bis starker Schmerzen eingesetzt. Aufgrund seines Abhängigkeitspotenzials und der Risiken von Atemdepression ist Vorsicht geboten.
Buprenorphin ist ein halbsynthetisches Opioid mit partieller Agonistenwirkung am μ-Opioid-Rezeptor und Antagonismus am κ-Opioid-Rezeptor. Es wird hauptsächlich zur Behandlung von Schmerzen und in der Opioid-Substitutionstherapie eingesetzt. Aufgrund seiner pharmakologischen Eigenschaften weist es ein geringeres Risiko für Atemdepression im Vergleich zu Vollagonisten auf, birgt jedoch weiterhin Abhängigkeits- und Missbrauchspotential.
Butorphanol ist ein synthetisches Opioid mit partieller Agonistenwirkung an μ-Opioid-Rezeptoren und agonistischer Wirkung an κ-Opioid-Rezeptoren. Es wird hauptsächlich zur Behandlung mäßiger bis starker Schmerzen eingesetzt. Aufgrund seiner Wirkweise kann es Nebenwirkungen wie Sedierung und Übelkeit verursachen. Das Abhängigkeitspotential gilt als moderat, weshalb ein vorsichtiger Umgang empfohlen wird.
Carfentanyl ist ein extrem potentes synthetisches Opioid, das primär als Tieranästhetikum verwendet wird. Es wirkt als starker μ-Opioidrezeptor-Agonist und kann bereits in sehr geringen Mengen schwere Atemdepressionen verursachen. Aufgrund seiner hohen Potenz und Toxizität besteht ein erhebliches Risiko für Überdosierungen und tödliche Vergiftungen. Carfentanyl wird nicht für den menschlichen Gebrauch zugelassen und ist mit einem hohen Missbrauchs- und Abhängigkeitsrisiko verbunden.
Codein ist ein natürlich vorkommendes Opioid, das vor allem als mildes Analgetikum und Hustenstiller verwendet wird. Es wirkt primär als Agonist am μ-Opioidrezeptor und besitzt ein moderates Abhängigkeitspotential. Die Substanz wird im Körper teilweise zu Morphin metabolisiert, was zur schmerzstillenden Wirkung beiträgt. Nebenwirkungen können Übelkeit, Sedierung und Atemdepression umfassen.
Desomorphin ist ein synthetisches Opioid mit stark analgetischer Wirkung, das durch hohe Potenz und schnelles Einsetzen gekennzeichnet ist. Es wirkt primär als μ-Opioidrezeptor-Agonist und hat ein hohes Missbrauchs- und Abhängigkeitspotential. Aufgrund seiner toxischen Verunreinigungen und Nebenwirkungen ist der Konsum mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden.
Dextropropoxyphen ist ein synthetisches Opioid mit analgetischer Wirkung, das hauptsächlich als Schmerzmittel eingesetzt wurde. Es wirkt primär als μ-Opioidrezeptor-Agonist und besitzt zusätzlich schwache Effekte auf die Wiederaufnahme von Noradrenalin und Serotonin. Aufgrund seines Missbrauchspotentials und toxischer Nebenwirkungen wurde es in vielen Ländern vom Markt genommen. Die Substanz kann sedierende Effekte hervorrufen und birgt Risiken wie Atemdepression und Abhängigkeit.
Difenoxin ist ein synthetisches Opioid, das primär als Antidiarrhoikum verwendet wird. Es wirkt durch Agonismus am μ-Opioidrezeptor und reduziert die Darmmotilität. Aufgrund seiner opioidtypischen Wirkungen besteht ein moderates Risiko für Abhängigkeit und Nebenwirkungen wie Atemdepression. Die Substanz wird medizinisch kontrolliert eingesetzt und sollte mit Vorsicht verwendet werden.
Dihydrocodein ist ein halbsynthetisches Opioid, das vor allem als Schmerzmittel und Hustenstiller eingesetzt wird. Es wirkt primär als Agonist am μ-Opioidrezeptor und besitzt analgetische sowie antitussive Eigenschaften. Aufgrund seines Wirkprofils besteht ein moderates Risiko für Abhängigkeit und Nebenwirkungen wie Atemdepression. Die Substanz wird medizinisch kontrolliert verwendet, birgt jedoch bei Missbrauch erhebliche Gesundheitsrisiken.
Dihydromorphin ist ein halbsynthetisches Opioid, das hauptsächlich als starkes Analgetikum verwendet wird. Es wirkt primär durch Aktivierung der μ-Opioid-Rezeptoren im zentralen Nervensystem und besitzt ein hohes Abhängigkeitspotenzial. Aufgrund seiner Wirkung kann es zu Atemdepression und anderen schweren Nebenwirkungen kommen. Die Substanz wird medizinisch kontrolliert eingesetzt und unterliegt strengen gesetzlichen Regelungen.
Dipipanone ist ein synthetisches Opioid, das hauptsächlich als starkes Analgetikum wirkt. Es bindet an μ-Opioidrezeptoren und erzeugt dadurch schmerzlindernde Effekte. Aufgrund seines hohen Abhängigkeitspotenzials und der Risiken für Atemdepression wird es mit Vorsicht eingesetzt. Die Substanz wurde historisch in der Schmerztherapie verwendet, ist aber aufgrund von Nebenwirkungen und Missbrauchspotenzial in vielen Ländern eingeschränkt.
Ethylmorphin ist ein halbsynthetisches Opioid, das vor allem als Hustenstiller und Schmerzmittel verwendet wird. Es wirkt primär durch Aktivierung der μ-Opioidrezeptoren im zentralen Nervensystem, was zu einer analgetischen und antitussiven Wirkung führt. Aufgrund seiner opioiden Eigenschaften besteht ein Risiko für Abhängigkeit und Nebenwirkungen wie Atemdepression. Die Substanz wird medizinisch eingesetzt, ist jedoch auch mit Missbrauchspotential verbunden.
Fentanyl ist ein stark wirksames synthetisches Opioid, das hauptsächlich als Analgetikum und Anästhetikum eingesetzt wird. Es wirkt als Agonist am μ-Opioidrezeptor und hat ein hohes Sucht- und Abhängigkeitspotenzial. Aufgrund seiner starken Wirkung besteht ein erhebliches Risiko für Atemdepression und Überdosierung. Fentanyl wird medizinisch kontrolliert verwendet, ist aber auch mit einem hohen Missbrauchs- und Todesrisiko verbunden.
Heroin (Diacetylmorphin) ist ein halbsynthetisches Opioid, das aus Morphin gewonnen wird. Es wird im Körper rasch zu 6-Monoacetylmorphin und Morphin metabolisiert, die als Vollagonisten an μ-Opioidrezeptoren wirken. Heroin überquert die Blut-Hirn-Schranke deutlich schneller als Morphin und erzeugt einen intensiven initialen "Rush". Abhängigkeitspotenzial und Entzugssyndrom sind extrem ausgeprägt. Überdosierung durch Atemdepression ist die Haupttodesursache; fentanylkontaminiertes Heroin hat die Überdosierungssterblichkeit seit 2015 dramatisch erhöht. Naloxon (Narcan) kann Überdosierungen rasch umkehren.
Hydrocodon ist ein halbsynthetisches Opioid, das primär als starkes Schmerzmittel eingesetzt wird. Es wirkt durch Aktivierung der μ-Opioidrezeptoren im zentralen Nervensystem und hat ein hohes Abhängigkeitspotenzial. Neben der analgetischen Wirkung kann Hydrocodon auch sedierend und euphorisierend wirken. Aufgrund der Risiken wird es medizinisch streng kontrolliert.
Hydromorphon ist ein stark wirksames Opioid-Analgetikum, das hauptsächlich als μ-Opioidrezeptor-Agonist wirkt. Es wird zur Behandlung starker Schmerzen eingesetzt und besitzt ein hohes Abhängigkeits- und Missbrauchspotenzial. Die Substanz kann zu Atemdepression und anderen schweren Nebenwirkungen führen, weshalb ein vorsichtiger Umgang erforderlich ist.
Ketobemidon ist ein synthetisches Opioid, das vor allem als starkes Analgetikum eingesetzt wird. Es wirkt primär als Agonist am μ-Opioidrezeptor und besitzt schmerzlindernde sowie sedierende Eigenschaften. Aufgrund seines Abhängigkeitspotenzials und der Risiken von Atemdepression ist ein vorsichtiger Umgang erforderlich. Die Substanz wird medizinisch zur Behandlung starker Schmerzen verwendet.
Kratom (Mitragyna speciosa) ist eine pflanzliche Substanz mit opioidähnlichen Wirkungen, die vor allem durch Alkaloide wie Mitragynin vermittelt werden. Es wirkt hauptsächlich als partieller Agonist an μ-Opioidrezeptoren und beeinflusst zusätzlich andere Rezeptorsysteme. Kratom wird traditionell zur Schmerzlinderung und zur Steigerung von Energie und Stimmung verwendet. Die Substanz birgt ein moderates Risiko für Abhängigkeit und Nebenwirkungen, insbesondere bei längerem Gebrauch.
Levomethadon ist das aktive Enantiomer von Methadon und wirkt als starkes synthetisches Opioid, das vor allem als Analgetikum und in der Substitutionstherapie verwendet wird. Es bindet selektiv an μ-Opioidrezeptoren und zeigt eine lange Wirkdauer. Aufgrund seines Abhängigkeitspotenzials und der Risiken einer Überdosierung ist ein vorsichtiger Umgang erforderlich.
Meperidin (Pethidin) ist ein synthetisches Opioid, das vor allem als Analgetikum eingesetzt wird. Es wirkt primär als Agonist am μ-Opioidrezeptor und besitzt schmerzlindernde Eigenschaften. Aufgrund seines Potenzials für Abhängigkeit und Nebenwirkungen wie Krampfanfälle ist eine sorgfältige Anwendung erforderlich. Meperidin unterscheidet sich strukturell von anderen Opioiden durch seine Phenylpiperidin-Struktur.
Methadon ist ein synthetisches Opioid, das hauptsächlich als μ-Opioid-Rezeptor-Agonist wirkt und zur Behandlung von chronischen Schmerzen sowie in der Substitutionstherapie bei Opioidabhängigkeit eingesetzt wird. Es besitzt eine lange Wirkdauer und kann durch seine NMDA-antagonistische Wirkung neuropathische Schmerzen beeinflussen. Aufgrund seines hohen Abhängigkeitspotenzials und der Gefahr von Atemdepression ist ein sorgfältiger Umgang erforderlich.
Morphin ist das primäre Alkaloid des Opiums und der Prototyp der natürlichen Opioide. Als Vollagonist an μ-Opioidrezeptoren ist es das klinische Referenz-Opioid für starke Schmerztherapie und wird weltweit als Maßstab für Opioid-Dosisäquivalenzen verwendet. Morphin überquert die Blut-Hirn-Schranke langsamer als Heroin aufgrund geringerer Lipophilität. Typische klinische Dosen: 5–30 mg oral, 2–10 mg IV/SC. Atemdepression, Übelkeit und Obstipation sind die bedeutendsten unerwünschten Wirkungen. Medizinisch unverzichtbar für Palliativmedizin, postoperative Analgesie und akute Schmerzversorgung.
Morphin ist ein stark wirksames Opioid, das vor allem zur Behandlung starker Schmerzen eingesetzt wird. Es wirkt primär als Agonist an μ-Opioidrezeptoren und beeinflusst dadurch Schmerzempfinden und Stimmung. Aufgrund seines hohen Suchtpotenzials und der Risiken von Atemdepression ist ein vorsichtiger Umgang erforderlich. Morphin kann zudem sedierende Effekte hervorrufen und wird medizinisch kontrolliert verwendet.
N-(2C)-fentanyl ist ein synthetisches Opioid und Derivat von Fentanyl, das als potenter μ-Opioid-Rezeptor-Agonist wirkt. Es besitzt eine hohe Wirksamkeit und ein hohes Risiko für Atemdepression und Überdosierung. Aufgrund seiner Potenz und Toxizität wird es als gefährlich eingestuft und erfordert besondere Vorsicht im Umgang.
N-Phenethyl-Noroxymorphone (PHM) ist ein synthetisches Morphinan-Derivat mit präklinisch beschriebenem potenten μ-Opioid-Rezeptor-Agonismus. Es wird als Research Chemical gehandelt. Die Strukturhomologie zur N-Phenethyl-Gruppe (bekannt aus NFEPP und ähnlichen Verbindungen) lässt erhöhte μ-Rezeptoraffinität vermuten — human-pharmakologische Validierung fehlt vollständig. Humane Pharmakokinetik, klinische Toxizität, Bioverfügbarkeit und therapeutische Breite sind nicht belegt. Das Risikoprofil entspricht dem einer potenten unbekannten Opioidverbindung: Atemdepression als zentrales Risiko, Überdosierungsgefahr bei völlig unklarer Potenzschwelle, rasches Abhängigkeitspotenzial. Mischkonsum mit anderen Atemdepressiva — Benzodiazepine, Alkohol, GHB/GBL/1,4-BDO, Pregabalin/Gabapentin, andere Opioide, starke Sedativa — erhöht das Risiko eines letalen Atemstillstands durch additive CNS-Suppression erheblich und ist als inakzeptables Risiko einzustufen. Community-Berichte aus RC-Kontexten sind als Monitoring-Signal zu bewerten, nicht als gesicherte Sicherheitsdaten. Im Notfall kann Naloxon (Opioidantagonist) lebensrettend sein — präventive Verfügbarkeit ist dringend empfohlen.
Naloxon ist ein Opioid-Antagonist, der hauptsächlich zur Umkehr von Opioid-Überdosierungen eingesetzt wird. Es blockiert kompetitiv die Opioidrezeptoren, insbesondere den μ-Opioidrezeptor, und kann so die Wirkung von Opioiden schnell aufheben. Aufgrund seiner Wirkweise wird es vor allem in Notfallsituationen verwendet, um Atemdepressionen zu behandeln. Naloxon hat ein geringes Risiko für Nebenwirkungen, kann jedoch bei opioidabhängigen Personen Entzugssymptome auslösen.
Naltrexon ist ein Opioid-Antagonist, der hauptsächlich zur Behandlung von Opioid- und Alkoholabhängigkeit eingesetzt wird. Es blockiert die Wirkung von Opioiden an den μ-, κ- und δ-Opioidrezeptoren, wodurch das Verlangen und die Wirkung von Opioiden reduziert werden. Die Substanz wird oral verabreicht und unterstützt die Rückfallprävention. Nebenwirkungen sind meist mild und gut kontrollierbar.
Noribogain ist ein aktiver Metabolit von Ibogaïn und wirkt primär als Mu-Opioid-Rezeptor-Agonist mit zusätzlicher Wirkung auf den Dopamin-Transporter. Es besitzt analgetische Eigenschaften und kann das zentrale Nervensystem beeinflussen. Aufgrund seines Wirkprofils besteht ein hohes Risiko für Abhängigkeit und Nebenwirkungen. Die Substanz wird in der Forschung im Zusammenhang mit Suchttherapien untersucht.
Normethadon ist ein synthetisches Opioid aus der Methadon-Gruppe, das hauptsächlich als Analgetikum wirkt. Es bindet vorwiegend an μ-Opioid-Rezeptoren und besitzt ein hohes Abhängigkeitspotential. Aufgrund seiner pharmakologischen Eigenschaften wird es in einigen Ländern medizinisch verwendet, birgt jedoch ein erhebliches Risiko für Überdosierung und Missbrauch.
Opium ist ein natürliches Opioid, das aus dem getrockneten Milchsaft des Schlafmohns gewonnen wird. Es wirkt hauptsächlich als Agonist an verschiedenen Opioidrezeptoren und hat schmerzlindernde, sedierende sowie euphorisierende Effekte. Aufgrund seines hohen Suchtpotenzials und der Gefahr von Atemdepression wird der Gebrauch als risikoreich eingestuft. Opium enthält mehrere Alkaloide, darunter Morphin und Codein, die für seine pharmakologischen Wirkungen verantwortlich sind.
Oxycodon ist ein semisynthetisches Opioid, das hauptsächlich als starkes Schmerzmittel eingesetzt wird. Es wirkt primär als Agonist am μ-Opioidrezeptor und beeinflusst dadurch die Schmerzverarbeitung im zentralen Nervensystem. Aufgrund seines hohen Suchtpotenzials und der Risiken für Atemdepression ist ein vorsichtiger Umgang erforderlich. Die Substanz wird medizinisch zur Behandlung von mäßigen bis starken Schmerzen verwendet.
Oxycodon ist ein halbsynthetisches Opioid, das primär als starkes Schmerzmittel eingesetzt wird. Es wirkt hauptsächlich als Agonist am μ-Opioidrezeptor und beeinflusst so die Schmerzverarbeitung im zentralen Nervensystem. Aufgrund seines hohen Abhängigkeitspotenzials und der Risiken von Atemdepression ist der Gebrauch mit Vorsicht zu behandeln. Nebenwirkungen können Übelkeit, Sedierung und Verstopfung umfassen.
Pethidin ist ein synthetisches Opioid, das vor allem als Analgetikum verwendet wird. Es wirkt primär als μ-Opioidrezeptor-Agonist und besitzt schmerzlindernde Eigenschaften. Aufgrund seines Abhängigkeitspotenzials und Nebenwirkungen wie Atemdepression ist Vorsicht geboten. Es wird medizinisch zur Behandlung mäßiger bis starker Schmerzen eingesetzt.
Piritramid ist ein synthetisches Opioid, das vor allem zur Behandlung starker Schmerzen eingesetzt wird. Es wirkt primär als μ-Opioidrezeptor-Agonist und besitzt ein hohes Abhängigkeitspotential sowie Risiken wie Atemdepression. Aufgrund seiner Wirksamkeit und Nebenwirkungen ist ein sorgfältiger medizinischer Einsatz notwendig.
Remifentanil ist ein kurzwirksames, starkes Opioid, das als μ-Opioidrezeptor-Agonist wirkt. Es wird hauptsächlich in der Anästhesie zur Schmerzbehandlung eingesetzt. Aufgrund seiner schnellen Wirkung und kurzen Halbwertszeit ist es gut steuerbar, birgt jedoch ein hohes Risiko für Atemdepression und Abhängigkeit.
Tapentadol ist ein opioides Analgetikum mit dualem Wirkmechanismus als μ-Opioidrezeptor-Agonist und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer. Es wird zur Behandlung mäßiger bis starker Schmerzen eingesetzt und zeichnet sich durch eine geringere Übelkeit und Sedierung im Vergleich zu klassischen Opioiden aus. Das Abhängigkeitspotential ist vorhanden, jedoch moderat im Vergleich zu anderen Opioiden. Die Kombination der Wirkmechanismen kann die analgetische Wirksamkeit verbessern.
Tilidin ist ein synthetisches Opioid, das vor allem zur Behandlung mäßiger bis starker Schmerzen eingesetzt wird. Es wirkt hauptsächlich als Agonist am μ-Opioidrezeptor und besitzt analgetische Eigenschaften. Aufgrund seines Potentials für Abhängigkeit und Missbrauch wird Tilidin häufig in Kombination mit Naloxon verabreicht, um Missbrauch zu erschweren. Die Substanz kann Nebenwirkungen wie Sedierung, Übelkeit und Atemdepression verursachen.
Tramadol ist ein synthetisches Opioid mit analgetischer Wirkung, das sowohl als μ-Opioid-Rezeptor-Agonist als auch als Wiederaufnahmehemmer von Serotonin und Noradrenalin wirkt. Es wird zur Behandlung mäßiger bis mäßig starker Schmerzen eingesetzt. Aufgrund seiner Wirkmechanismen besteht ein Risiko für Abhängigkeit, Serotonin-Syndrom und andere Nebenwirkungen. Die Kombination mit anderen serotonergen Substanzen sollte vermieden werden.