Scientific Summary
Ketamin wird als Dissoziativa eingeordnet. 20 deduplizierte Claims trennen direkte Daten, Klassenwissen und Communitysignale. 22 Quellen- und Datensatzreferenzen speisen den aktuellen Stand.
Was ist das?
Ketamin ist als Dissoziativa und Arylcyclohexylamine eingeordnet.
Warum relevant?
Ketamin ist ein dissoziativ wirkender NMDA-Rezeptor-Antagonist. Synapedia ordnet Wirkmechanismus, subjektive Effekte, Risiken, Mischkonsum mit Alkohol und anderen Downern, Red Flags sowie die wissenschaftliche Datenlage ein.
Wie wirkt es?
Dokumentierte Zielstrukturen: NMDA.
Wie gut untersucht?
Zugeordnete Evidenztypen: Laufendes Monitoring: 4.
Größte Risiken?
Die Ketaminblase ist die klinisch bedeutsamste Langzeitkomplikation und beginnt … · substanzspezifisch zugeordnet.
Was bleibt offen?
Welche kontrollierten Humanstudien liegen zu Ketamin vor?
Quick Facts
- Klasse
- DissoziativaArylcyclohexylamine · 50% Claim-Konfidenz
- Evidenzkern
- Laufendes Monitoring7 sichtbare Quellen · 50% Claim-Konfidenz
- Pharmakologisches Signal
- NMDAAus dem zentralen Claim Layer · 50% Claim-Konfidenz
- Priorisierte Vorsicht
- Die Ketaminblase ist die klinisch bedeutsamste Langzeitkomplikation und beginnt …Substanzspezifischer Datensatz · 50% Claim-Konfidenz
- Fachlicher Stand
- 28.05.2026reviewed · 50% Claim-Konfidenz
Wirkung & Effekte
Weitere dokumentierte Effekte: Dissoziation: Gefühl der Trennung von Körper und Umgebung (Out-of-Body-Experience), K-Hole: vollständig dissoziierter Bewusstseinszustand bei hohen Dosen, völlige Raum-Zeit-Auflösung, Starke Zeitverzerrung und veränderte Raumwahrnehmung, Analgesie: deutliche Schmerzreduktion, Halluzinationen und psychedelische Visionen und Antidepressiver Effekt: schnell einsetzende Stimmungsverbesserung (innerhalb von Stunden).
Dosiskontext
Strukturierte Dosiskontexte sind für notes, sources, variability, potency band und openai enriched at hinterlegt; sie dienen der wissenschaftlichen Einordnung und sind keine Konsumempfehlung.
Evidenzlage
Der Claim Layer ordnet 20 externe Quellen zu: Referenzquellen, Behördenleitlinien und Monitoring.
Living Evidence
Research Watch
Als Humanstudie klassifizierte Quellen
Als Tierstudie klassifizierte Quellen
Zell-, Bindungs- oder funktionelle Assays
Klinische Fall- oder Fallserienquellen
Systematische oder narrative Übersichtsarbeiten
Freigegebene Berichte, getrennt von Forschungsevidenz
Behördliche oder forensische Monitoringquellen
Vertiefende Risikoeinordnung öffnen
Wie wirkt Ketamin pharmakologisch?
Rezeptoraktivität, Evidenztyp und Übertragungsgrenze werden gemeinsam gezeigt, damit präklinische, klassenbasierte und klinische Befunde nicht miteinander verschmelzen.
Ketamin wirkt primär als nicht-kompetitiver Antagonist am NMDA-Rezeptor (N-Methyl-D-Aspartat), einem ionotropen Glutamatrezeptor. Ketamin blockiert den offenen Kanal (Open-Channel-Blocker) nach Depolarisation und verhindert den Calciumeinstrom, was zu einer dissoziativen Anästhesie und analgetischen Wirkung führt. Die antidepressive Wirkung (schnelles Ansprechen innerhalb von Stunden) wird über AMPA-Rezeptor-Aktivierung und nachgelagerte BDNF/mTOR-Signalwege erklärt. Zusätzlich ist Ketamin ein schwacher Agonist an μ-Opioid-Rezeptoren, Sigma-1-Agonist, HCN1-Kanalblocker sowie partieller D2-Agonist, was zum komplexen Wirkprofil beiträgt.
NMDA-Antagonist
Pharmakologisches Profil
Substanz-Fingerprint
Der Fingerprint verdichtet vorhandene Klasse-, Rezeptor-, Mechanismus- und Risikodaten zu einem heuristischen Gesamtprofil.
Dissoziation (85%)
35% Profil-Konfidenz
Klassenkontext: Dissoziativa
Heuristisches Profil aus vorhandenen Daten; keine klinische Messung und keine individuelle Risiko-Freigabe.
Safety zuerst
Risiken und Interaktionen
Die Sicherheitsbewertung zu Ketamin trennt substanzspezifische Befunde von Klassenwissen und Communitysignalen.
Diese Informationen dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Priorisierte Risikohinweise
Kritische Kombinationen
4 hohe WarnungenKlassenbasierte Warnmuster sind nicht substanzspezifisch geprüft und werden deshalb getrennt von direkten Paarbefunden gekennzeichnet.
Ergänzende Safer-Use-Hinweise
- Stabile Position: Lege dich hin, bevor du die Wirkung spürst — bei einem K-Hole verlierst du die Motorik. Stabile Seitenlage verhindert Aspiration.
- Nie allein: Immer eine nüchterne Vertrauensperson dabei haben, die weiß, was du konsumierst.
- Blasengesundheit: Ketamin-induzierte Uropathie ist das größte Langzeitrisiko. Frühsymptome (Harndrang, Brennen, Blut im Urin) sofort ärztlich abklären lassen.
- Absolute Kontraindikation: Nie mit Alkohol, Benzodiazepinen oder Opiaten kombinieren — Atemdepressionsrisiko.
Vollständige Interaktionsdetails und Datenbasis
Hohes Risiko: additive Sedierung, Erbrechen, Sturz- und Aspirationsgefahr
Lebensgefährlich: Additive Atemdepression (Opioid + Dissociativ)
Kardiovaskuläre Belastung und unvorhersehbare ZNS-Effekte
Hohes Risiko: Dissoziation plus Opioid-typische Atem- und Bewusstseinsrisiken
Interaktionsdaten basieren auf bekannten Mechanismen. Unbekannte oder seltene Wechselwirkungen sind möglich und können lebensgefährlich sein.
Separater Evidenztyp · unverifiziert
Community & Erfahrungen
Communityberichte ergänzen mögliche Beobachtungen, werden aber weder mit Studien noch mit forensischem Monitoring gleichgesetzt.
Community-Signale & Erfahrungen
Teile einen Bericht, eine Beobachtung oder eine Frage zu dieser Substanz. Beiträge werden vor Veröffentlichung geprüft und als unverifizierte Community-Signale markiert.
Diese Beiträge stammen von Nutzer:innen und sind nicht verifiziert. Sie können subjektive Erfahrungen, Beobachtungen, Quellenhinweise oder Korrekturen enthalten. Sie ersetzen keine wissenschaftlichen Daten und sind keine Konsumempfehlung.
Der Signal-Hub bündelt freigegebene Warnhinweise, Erfahrungsberichte und Quellen nach Relevanz.
Offene Forschungsfragen
Der Claim Layer übersetzt unbesetzte Evidenzfelder in überprüfbare Fragen. So bleibt sichtbar, welche nächste Beobachtung die Einordnung tatsächlich verändern würde.
- 1
Welche kontrollierten Humanstudien liegen zu Ketamin vor?
Humanstudien würden die Übertragungsgrenze präklinischer, analytischer oder klassenbasierter Befunde präzisieren.
Research status: offen - 2
Wie lang sind Eliminationshalbwertszeit und substanzspezifischer Zeitverlauf von Ketamin?
Zeitparameter beeinflussen Nachwirkungen, Interaktionsfenster und die toxikologische Beobachtung.
Research status: offen - 3
Welche Metaboliten und CYP-Enzyme sind bei Ketamin beteiligt?
Stoffwechselwege helfen, Wirkdauer, Nachweisbarkeit und mögliche Interaktionen einzuordnen.
Research status: offen - 4
Welche klinischen Toxizitätsbefunde sind analytisch bestätigtem Ketamin zuzuordnen?
Bestätigte Fälle können substanzspezifische Gefahren von allgemeinen Klassenwarnungen abgrenzen.
Research status: offen
Ketamin im Vergleich
Ketamin – Interaktionsseiten
Methodikfragen
Wie werden direkte Daten und Klassenwissen zu Ketamin getrennt?
Welche Evidenz würde die Einordnung von Ketamin als Nächstes verbessern?
Antworten werden aus den oben ausgewiesenen substanzspezifischen, klassenbasierten und Community-Claims zusammengesetzt.
Für tieferes Verständnis
Wissensgraph, verwandte Konzepte und vertiefende Relationen stehen hinter den schnellen Sicherheitssektionen.
Quellen & Methodik
Jede sichtbare Aussage im Living-Monograph-Layer verweist auf genau eine primäre Displayquelle. Klassenwissen und Communitysignale bleiben dabei explizit getrennt.
- 01Ketamin — komponierter Synapedia-Datensatz
Synapedia · abgerufen 2026-05-28
ketamin-identityketamin-summaryketamin-mechanism-1ketamin-mechanism-2ketamin-effects-neutralketamin-dosage-contextketamin-risk-1ketamin-risk-2ketamin-risk-3ketamin-risk-4ketamin-safer-use-1ketamin-safer-use-2ketamin-safer-use-3ketamin-safer-use-4ketamin-evidence-overview - 02Zanos P et al. (2018) Ketamine and Ketamine Metabolite Pharmacology. Pharmacol Rev
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cdc.gov · abgerufen 2026-05-28
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psychonautwiki.org · abgerufen 2026-05-28
- 18EMCDDA – LSD Drug Profile
emcdda.europa.eu · abgerufen 2026-05-28
- 19PsychonautWiki – Nitrous oxide
psychonautwiki.org · abgerufen 2026-05-28
- 20Nichols DE – Psychedelics
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov · abgerufen 2026-05-28
- 21EMCDDA - Drug combinations and polydrug use
emcdda.europa.eu · abgerufen 2026-05-28
- 22
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Trust Layer
Wie belastbar diese Seite aktuell ist
Evidenz, Datenqualität, Quellenbasis und Review-Stand sind hier auf einen Blick verdichtet.
Evidenzniveau
Stark
Mehrere belastbare Quellen stützen die Kerninformationen.
Datenqualität
Teilweise dokumentiert
Die wichtigsten Punkte sind abgedeckt, aber Teile der Einordnung beruhen eher auf Baseline-Daten oder allgemeinen Klassenmustern.
Literatur-/redaktionsbasiert eingeordnet
Die Seite ist substanziell aufbereitet, aber nicht als klinisch validierte Einzelberatung zu verstehen.
- Quellenlage ist teilweise sichtbar.
- Aussagen bleiben bewusst vorsichtig.
- Interaktionshinweise können ergänzend klassenbasiert sein.
Quellen
7 Quellen
7 sichtbare oder erfasste Quellen; davon 5 direkt eingeblendet.
- Zanos P et al. (2018) Ketamine and Ketamine Metabolite Pharmacology. Pharmacol Rev
- Berman RM et al. (2000) Antidepressant effects of ketamine in depressed patients. Biol Psychiatry
- Winstock AR et al. (2012) The prevalence and nature of urological symptoms in users of ketamine. BJU Int
- Murrough JW et al. (2013) Antidepressant Efficacy of Ketamine in Treatment-Resistant Major Depression. Am J Psychiatry
- PubChem: Ketamine
Review & Aktualität
Zuletzt geprüft: 28. Mai 2026
Zuletzt relativ frisch geprüft oder aktualisiert.
Quellenbasiert oder als Basisdaten gekennzeichnet, nicht klinisch geprüft und keine medizinische Beratung.
Synapedia Evidence
Fakten-Snapshot
- Substanzklasse
- Dissoziativa · Arylcyclohexylamine
- Wirkmechanismus
- Ketamin wirkt primär als nicht-kompetitiver Antagonist am NMDA-Rezeptor (N-Methyl-D-Aspartat), einem …
- Hauptwirkungen
- Dissoziation: Gefühl der Trennung von Körper und Umgebung (Out-of-Body-Experience), K-Hole: vollständig dissoziierter Bewusstseinszustand bei hohen Dosen, völlige Raum-Zeit-Auflösung, Starke Zeitverzerrung und veränderte Raumwahrnehmung, Analgesie: deutliche Schmerzreduktion
- Risikostufe
- Moderat
- Evidenz & Qualität
- strong · 7 Quellen
- Zuletzt aktualisiert
- 28. Mai 2026