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Substanz-Vergleich
MDMA ist im Bereich Stimulation deutlich stärker ausgeprägt. Psilocybin ist im Bereich Psychedelische Tiefe deutlich stärker ausgeprägt. MDMA ist im Bereich Empathie & Wärme deutlich stärker ausgeprägt. MDMA ist im Bereich Abhängigkeitsrisiko deutlich stärker ausgeprägt.
Comparing these substances helps illustrate the diversity of psychoactive pharmacology and their distinct risk profiles.
Erkenntnisse
MDMA hat deutlich höhere Stimulation
Psilocybin hat deutlich höhere Psychedelische Tiefe
MDMA hat deutlich höhere Empathie & Wärme
MDMA hat deutlich höhere Abhängigkeitsrisiko
| MDMA | Psilocybin | |
|---|---|---|
| Klasse | Empathogene | Psychedelika |
| Risikostufe | high | moderate |
| Wirkmechanismen | SERT-Umkehrtransport, Serotoninfreisetzung, Noradrenalinfreisetzung, Dopaminfreisetzung | 5-HT2A-Agonist |
| Rezeptoren | SERT, NET, DAT | 5-HT2A, 5-HT1A |
| Effekte | Tiefes Empathie-Gefuehl und emotionale Offenheit gegenueber anderen, Ausgepragte Euphorie und Wohlbefinden, Erhoehte Energie und Stimulation, Verstaerkte sensorische Wahrnehmung: Beruehrungen, Musik und Licht wirken intensiver, Reduzierung von Angst und Defensivitaet, soziale Hemmungen fallen weg | Visuelle Veränderungen: geometrische Muster, Farbverstärkung, leuchtende Farben, Halluzinationen: sich bewegende Objekte, visuelle Verzerrungen bei mittleren bis hohen Dosen, Synästhesie: Töne werden als Farben erlebt, Sinneseindrücke überlagern sich, Emotionale Intensität: tiefe emotionale Verarbeitung, Weinen oder Lachen ohne erkennbaren Auslöser, Ego-Dissolution bei hohen Dosen: Auflösung des Selbstgefühls, Gefühl der Verschmelzung |
| Evidenz | strong | strong |
MDMA ist ein nicht-selektiver Monoamin-Releaser und Reuptake-Inhibitor. Der primäre Wirkmechanismus besteht in der Aktivierung des TAAR1-Rezeptors, welcher über PKA/PKC-Signalwege eine Phosphorylierung der Monoamintransporter (SERT >> NET > DAT) auslöst und dadurch einen massivenRückwärtstransport von Serotonin, Noradrenalin und Dopamin ins synaptische Spalt bewirkt. MDMA ist ein Substrat für SERT, NET und DAT (Carrier-Mechanismus), kein reiner Reuptake-Inhibitor. Zusätzlich hemmt MDMA die VMAT2-vermittelte vesikuläre Speicherung und entleert direkt die Monoaminspeicher. 5-HT2A-Agonismus trägt zu den entaktogenen und empathogenen Wirkungen bei.
Psilocybin ist ein Prodrug, das durch intestinale alkalische Phosphatase und Leberenzyme schnell zu Psilocin (4-Hydroxy-DMT) dephosphoryliert wird. Psilocin ist der pharmakologisch aktive Metabolit und wirkt als partieller Agonist am 5-HT2A-Rezeptor der kortikalen Schicht-V-Pyramidenzellen – der gleiche Wirkmechanismus wie LSD. Über Gq/11-Kopplung aktiviert Psilocin die Phospholipase C und erhöht die kortikale Erregbarkeit, was zur charakteristischen psychedelischen Symptomatik führt. Zusätzlich bindet Psilocin an 5-HT2C- und 5-HT1A-Rezeptoren. Die Default-Mode-Network-Suppression (nachgewiesen durch fMRT) erklärt Ego-Auflösungsphänomene.
Schadensminimierung
Evidenz: strong · Quellen: 6
Evidenz: strong · Quellen: 6