Scientific Summary
Psilocybin wird als Psychedelika eingeordnet. 20 deduplizierte Claims trennen direkte Daten, Klassenwissen und Communitysignale. 15 Quellen- und Datensatzreferenzen speisen den aktuellen Stand.
Was ist das?
Psilocybin ist als Psychedelika und Tryptamine eingeordnet.
Warum relevant?
Psilocybin ist die psychoaktive Prodrug des klassischen Psychedelikums Psilocin und kommt natürlich in über 200 Pilzarten (»Magic Mushrooms«) vor. Nach oraler Einnahme wird Psilocybin durch Dephosphorylierung zu Psilocin umgewandelt, das als starker Partialagonist am 5-HT2A-Rezeptor wirkt. Typische Dosierungen getrockneter Pilze liegen bei 1–3,5 g; die Wirkdauer beträgt 4–6 Stunden. Psilocybin hat praktisch kein Abhängigkeitspotenzial und wird in klinischen Phase-2/3-Studien erfolgreich zur Behandlung von therapieresistenter Depression, Sucht und existenzieller Angst eingesetzt.
Wie wirkt es?
Dokumentierte Zielstrukturen: 5-HT2A und 5-HT1A.
Wie gut untersucht?
Zugeordnete Evidenztypen: Humanstudien: 1 und Laufendes Monitoring: 3.
Größte Risiken?
Keine körperliche Abhängigkeit · substanzspezifisch zugeordnet.
Was bleibt offen?
Wie lang sind Eliminationshalbwertszeit und substanzspezifischer Zeitverlauf von Psilocybin?
Quick Facts
- Klasse
- PsychedelikaTryptamine · 50% Claim-Konfidenz
- Evidenzkern
- Humanstudien + Laufendes Monitoring8 sichtbare Quellen · 50% Claim-Konfidenz
- Pharmakologisches Signal
- 5-HT2A · 5-HT1AAus dem zentralen Claim Layer · 50% Claim-Konfidenz
- Priorisierte Vorsicht
- Keine körperliche AbhängigkeitSubstanzspezifischer Datensatz · 50% Claim-Konfidenz
- Fachlicher Stand
- 28.05.2026reviewed · 50% Claim-Konfidenz
Wirkung & Effekte
Weitere dokumentierte Effekte: Visuelle Veränderungen: geometrische Muster, Farbverstärkung, leuchtende Farben, Halluzinationen: sich bewegende Objekte, visuelle Verzerrungen bei mittleren bis hohen Dosen, Synästhesie: Töne werden als Farben erlebt, Sinneseindrücke überlagern sich, Emotionale Intensität: tiefe emotionale Verarbeitung, Weinen oder Lachen ohne erkennbaren Auslöser, Ego-Dissolution bei hohen Dosen: Auflösung des Selbstgefühls, Gefühl der Verschmelzung und Mystische Erlebnisse: Gefühl tiefer Bedeutsamkeit, Verbundenheit und Transzendenz.
Dosiskontext
Strukturierte Dosiskontexte sind für notes, sources, variability, potency band und openai enriched at hinterlegt; sie dienen der wissenschaftlichen Einordnung und sind keine Konsumempfehlung.
Evidenzlage
Der Claim Layer ordnet 13 externe Quellen zu: Humanstudien, Referenzquellen und Monitoring.
Living Evidence
Research Watch
Als Humanstudie klassifizierte Quellen
Als Tierstudie klassifizierte Quellen
Zell-, Bindungs- oder funktionelle Assays
Klinische Fall- oder Fallserienquellen
Systematische oder narrative Übersichtsarbeiten
Freigegebene Berichte, getrennt von Forschungsevidenz
Behördliche oder forensische Monitoringquellen
Vertiefende Risikoeinordnung öffnen
Wie wirkt Psilocybin pharmakologisch?
Rezeptoraktivität, Evidenztyp und Übertragungsgrenze werden gemeinsam gezeigt, damit präklinische, klassenbasierte und klinische Befunde nicht miteinander verschmelzen.
Psilocybin ist ein Prodrug, das durch intestinale alkalische Phosphatase und Leberenzyme schnell zu Psilocin (4-Hydroxy-DMT) dephosphoryliert wird. Psilocin ist der pharmakologisch aktive Metabolit und wirkt als partieller Agonist am 5-HT2A-Rezeptor der kortikalen Schicht-V-Pyramidenzellen – der gleiche Wirkmechanismus wie LSD. Über Gq/11-Kopplung aktiviert Psilocin die Phospholipase C und erhöht die kortikale Erregbarkeit, was zur charakteristischen psychedelischen Symptomatik führt. Zusätzlich bindet Psilocin an 5-HT2C- und 5-HT1A-Rezeptoren. Die Default-Mode-Network-Suppression (nachgewiesen durch fMRT) erklärt Ego-Auflösungsphänomene.
5-HT2A-Agonist
Pharmakologisches Profil
Substanz-Fingerprint
Der Fingerprint verdichtet vorhandene Klasse-, Rezeptor-, Mechanismus- und Risikodaten zu einem heuristischen Gesamtprofil.
Psychedelische Tiefe (85%)
38% Profil-Konfidenz
Klassenkontext: Psychedelika
Heuristisches Profil aus vorhandenen Daten; keine klinische Messung und keine individuelle Risiko-Freigabe.
Safety zuerst
Risiken und Interaktionen
Die Sicherheitsbewertung zu Psilocybin trennt substanzspezifische Befunde von Klassenwissen und Communitysignalen.
Diese Informationen dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Priorisierte Risikohinweise
Kritische Kombinationen
1 hohe WarnungKlassenbasierte Warnmuster sind nicht substanzspezifisch geprüft und werden deshalb getrennt von direkten Paarbefunden gekennzeichnet.
Ergänzende Safer-Use-Hinweise
- Set und Setting: Konsumiere nur in sicherer, vertrauter Umgebung und bei positiver Grundstimmung.
- Trip Sitter: Bei mittleren oder hohen Dosen immer eine nüchterne Begleitperson dabei haben.
- Absolute Kontraindikation: Niemals mit Lithium kombinieren (Anfallsrisiko). Vorsicht bei SSRI/SSRI/SNRI.
- Bei schwieriger Erfahrung: Lage ändern, Musik wechseln, in die Natur gehen. Benzodiazepine können die Wirkung im Notfall dämpfen.
Vollständige Interaktionsdetails und Datenbasis
Hohes Risiko: Stark potenzierte psychedelische Wirkung durch gehemmten Psilocin-Abbau
Verstärkte psychoaktive Effekte möglich
Synergistische psychoaktive Intensivierung
Moderates Risiko: Abgeschwächte psychedelische Wirkung und unvorhersehbare Interaktion
Interaktionsdaten basieren auf bekannten Mechanismen. Unbekannte oder seltene Wechselwirkungen sind möglich und können lebensgefährlich sein.
Separater Evidenztyp · unverifiziert
Community & Erfahrungen
Communityberichte ergänzen mögliche Beobachtungen, werden aber weder mit Studien noch mit forensischem Monitoring gleichgesetzt.
Community-Signale & Erfahrungen
Teile einen Bericht, eine Beobachtung oder eine Frage zu dieser Substanz. Beiträge werden vor Veröffentlichung geprüft und als unverifizierte Community-Signale markiert.
Diese Beiträge stammen von Nutzer:innen und sind nicht verifiziert. Sie können subjektive Erfahrungen, Beobachtungen, Quellenhinweise oder Korrekturen enthalten. Sie ersetzen keine wissenschaftlichen Daten und sind keine Konsumempfehlung.
Der Signal-Hub bündelt freigegebene Warnhinweise, Erfahrungsberichte und Quellen nach Relevanz.
Offene Forschungsfragen
Der Claim Layer übersetzt unbesetzte Evidenzfelder in überprüfbare Fragen. So bleibt sichtbar, welche nächste Beobachtung die Einordnung tatsächlich verändern würde.
- 1
Wie lang sind Eliminationshalbwertszeit und substanzspezifischer Zeitverlauf von Psilocybin?
Zeitparameter beeinflussen Nachwirkungen, Interaktionsfenster und die toxikologische Beobachtung.
Research status: offen - 2
Welche klinischen Toxizitätsbefunde sind analytisch bestätigtem Psilocybin zuzuordnen?
Bestätigte Fälle können substanzspezifische Gefahren von allgemeinen Klassenwarnungen abgrenzen.
Research status: offen
Psilocybin im Vergleich
Psilocybin – Interaktionsseiten
Methodikfragen
Wie werden direkte Daten und Klassenwissen zu Psilocybin getrennt?
Welche Evidenz würde die Einordnung von Psilocybin als Nächstes verbessern?
Antworten werden aus den oben ausgewiesenen substanzspezifischen, klassenbasierten und Community-Claims zusammengesetzt.
Für tieferes Verständnis
Wissensgraph, verwandte Konzepte und vertiefende Relationen stehen hinter den schnellen Sicherheitssektionen.
Quellen & Methodik
Jede sichtbare Aussage im Living-Monograph-Layer verweist auf genau eine primäre Displayquelle. Klassenwissen und Communitysignale bleiben dabei explizit getrennt.
- 01Psilocybin — komponierter Synapedia-Datensatz
Synapedia · abgerufen 2026-05-28
psilocybin-identitypsilocybin-summarypsilocybin-mechanism-1psilocybin-mechanism-2psilocybin-effects-neutralpsilocybin-dosage-contextpsilocybin-risk-1psilocybin-risk-2psilocybin-risk-3psilocybin-risk-4psilocybin-safer-use-1psilocybin-safer-use-2psilocybin-safer-use-3psilocybin-safer-use-4psilocybin-evidence-overview - 02Carhart-Harris RL et al. (2021) Trial of psilocybin versus escitalopram. NEJM
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov · abgerufen 2026-05-28
- 03Davis AK et al. (2021) Effects of Psilocybin-Assisted Therapy on MDD. JAMA Psychiatry
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov · abgerufen 2026-05-28
- 04Griffiths RR et al. (2016) Psilocybin produces substantial and sustained decreases in depression. J Psychopharmacol
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov · abgerufen 2026-05-28
- 05Nichols DE (2016) Psychedelics. Pharmacol Rev
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov · abgerufen 2026-05-28
- 06EUDA: Hallucinogenic mushrooms drug profile
euda.europa.eu · abgerufen 2026-05-28
- 07PubChem: Psilocybin
pubchem.ncbi.nlm.nih.gov · abgerufen 2026-05-28
- 08PsychonautWiki – Psilocybin
psychonautwiki.org · abgerufen 2026-05-28
psilocybin-interaction-2psilocybin-interaction-3 - 09Wikipedia – Psilocybin
de.wikipedia.org · abgerufen 2026-05-28
- 10Gillman PK – Monoamine oxidase inhibitors, opioid analgesics and serotonin toxicity
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov · abgerufen 2026-05-28
psilocybin-interaction-1 - 11EMCDDA – Psilocybin Mushrooms Drug Profile
emcdda.europa.eu · abgerufen 2026-05-28
- 12PsychonautWiki – MDMA
psychonautwiki.org · abgerufen 2026-05-28
- 13Bonson et al. – Chronic administration of serotonergic antidepressants attenuates the subjective effects of LSD
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov · abgerufen 2026-05-28
psilocybin-interaction-4 - 14EMCDDA – Ketamine Drug Profile
emcdda.europa.eu · abgerufen 2026-05-28
- 15Psilocybin — freigegebene Communityberichte
Synapedia Community · abgerufen 2026-05-28
psilocybin-community
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Trust Layer
Wie belastbar diese Seite aktuell ist
Evidenz, Datenqualität, Quellenbasis und Review-Stand sind hier auf einen Blick verdichtet.
Evidenzniveau
Stark
Mehrere belastbare Quellen stützen die Kerninformationen.
Datenqualität
Teilweise dokumentiert
Die wichtigsten Punkte sind abgedeckt, aber Teile der Einordnung beruhen eher auf Baseline-Daten oder allgemeinen Klassenmustern.
Literatur-/redaktionsbasiert eingeordnet
Die Seite ist substanziell aufbereitet, aber nicht als klinisch validierte Einzelberatung zu verstehen.
- Quellenlage ist teilweise sichtbar.
- Aussagen bleiben bewusst vorsichtig.
- Interaktionshinweise können ergänzend klassenbasiert sein.
Quellen
8 Quellen
8 sichtbare oder erfasste Quellen; davon 5 direkt eingeblendet.
- Carhart-Harris RL et al. (2021) Trial of psilocybin versus escitalopram. NEJM
- Davis AK et al. (2021) Effects of Psilocybin-Assisted Therapy on MDD. JAMA Psychiatry
- Griffiths RR et al. (2016) Psilocybin produces substantial and sustained decreases in depression. J Psychopharmacol
- Nichols DE (2016) Psychedelics. Pharmacol Rev
- EUDA: Hallucinogenic mushrooms drug profile
Review & Aktualität
Zuletzt geprüft: 28. Mai 2026
Zuletzt relativ frisch geprüft oder aktualisiert.
Quellenbasiert oder als Basisdaten gekennzeichnet, nicht klinisch geprüft und keine medizinische Beratung.
Synapedia Evidence
Fakten-Snapshot
- Substanzklasse
- Psychedelika · Tryptamine
- Wirkmechanismus
- Psilocybin ist ein Prodrug, das durch intestinale alkalische Phosphatase und Leberenzyme schnell zu Psilocin …
- Hauptwirkungen
- Visuelle Veränderungen: geometrische Muster, Farbverstärkung, leuchtende Farben, Halluzinationen: sich bewegende Objekte, visuelle Verzerrungen bei mittleren bis hohen Dosen, Synästhesie: Töne werden als Farben erlebt, Sinneseindrücke überlagern sich, Emotionale Intensität: tiefe emotionale Verarbeitung, Weinen oder Lachen ohne erkennbaren Auslöser
- Risikostufe
- Moderat
- Evidenz & Qualität
- strong · 8 Quellen
- Zuletzt aktualisiert
- 28. Mai 2026