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[3-[2-(dimethylamino)ethyl]-1H-indol-4-yl] dihydrogen phosphate
Psilocybin ist die psychoaktive Prodrug des klassischen Psychedelikums Psilocin und kommt natürlich in über 200 Pilzarten (»Magic Mushrooms«) vor. Nach oraler Einnahme wird Psilocybin durch Dephosphorylierung zu Psilocin umgewandelt, das als starker Partialagonist am 5-HT2A-Rezeptor wirkt. Typische Dosierungen getrockneter Pilze liegen bei 1–3,5 g; die Wirkdauer beträgt 4–6 Stunden. Psilocybin hat praktisch kein Abhängigkeitspotenzial und wird in klinischen Phase-2/3-Studien erfolgreich zur Behandlung von therapieresistenter Depression, Sucht und existenzieller Angst eingesetzt.
Mental
Visuelle Veränderungen: geometrische Muster, Farbverstärkung, leuchtende Farben
Mental
Emotionale Intensität: tiefe emotionale Verarbeitung, Weinen oder Lachen ohne erkennbaren Auslöser
Mental
Mystische Erlebnisse: Gefühl tiefer Bedeutsamkeit, Verbundenheit und Transzendenz
Mental
Verstärkte Introspektion und Selbstreflexion
Mental
Übelkeit, besonders in den ersten 30–60 Minuten
1 gefährliche Kombination
Diese Kombinationen sollten vor jeder weiteren Recherche zuerst geprüft werden, weil sie akute Risiken deutlich erhöhen können.
Bestimmte Kombinationen können gefährlich sein. Informiere dich vor der Einnahme mit anderen Substanzen.
Hohes Risiko: Stark potenzierte psychedelische Wirkung durch gehemmten Psilocin-Abbau
Psilocybin wird zu Psilocin dephosphoryliert, das primär über MAO-A metabolisiert wird. MAO-Inhibitoren hemmen diesen Abbauweg, was zu signifikant erhöhten Psilocin-Plasmaspiegeln und einer verlängerten Wirkdauer führt. Die resultierende Verstärkung der 5-HT2A-vermittelten Effekte kann ein Vielfaches der erwarteten Wirkung betragen. Zusätzlich erhöht die MAO-Hemmung die synaptische Serotoninkonzentration, was das serotonerge Gesamtrisiko weiter steigert.
Verstärkte psychoaktive Effekte möglich
Psilocybin (via Psilocin) aktiviert 5-HT2A-Rezeptoren, THC wirkt über CB1-Rezeptoren. Die Kombination kann die psychedelische Erfahrung intensivieren, insbesondere sensorische und emotionale Aspekte. THC kann jedoch auch Angst und Paranoia verstärken, was das Risiko für Panikattacken und psychotische Durchbrüche unter psychedelischem Einfluss erhöht. Kardiovaskulär sind additive Tachykardie und Blutdruckveränderungen möglich.
Synergistische psychoaktive Intensivierung
MDMA erhöht die synaptische Serotoninkonzentration, Psilocybin (via Psilocin) aktiviert 5-HT2A-Rezeptoren direkt. Die Kombination ("Hippie Flip") intensiviert sowohl die empathogene als auch die psychedelische Komponente. Die kürzere Psilocybin-Wirkdauer (4–6h vs. MDMA 3–5h) ergibt ein zeitlich überlappenderes Wirkprofil als LSD+MDMA. Die Neurotoxizitätsfrage ist nicht abschließend geklärt — präklinische Daten zeigen, dass 5-HT2A-Agonismus die MDMA-Neurotoxizität nicht verstärkt, möglicherweise sogar abschwächt.
Moderates Risiko: Abgeschwächte psychedelische Wirkung und unvorhersehbare Interaktion
Psilocybin wird zu Psilocin dephosphoryliert, das als 5-HT2A-Rezeptor-Agonist die psychedelische Wirkung vermittelt. Chronische SSRI-Einnahme führt über erhöhte synaptische Serotoninkonzentrationen zu einer Downregulation postsynaptischer 5-HT2A-Rezeptoren. Dies kann die psychedelische Wirkung von Psilocybin abschwächen oder aufheben. Das Serotoninsyndrom-Risiko ist geringer als bei MDMA, da Psilocin als Rezeptoragonist wirkt und kein Serotonin freisetzt, jedoch nicht ausgeschlossen.
Unvorhersehbare Wirkintensität durch komplementäre Mechanismen
Psilocybin (via Psilocin) aktiviert 5-HT2A-Rezeptoren, Ketamin blockiert NMDA-Rezeptoren. Beide Mechanismen sind unabhängig psychotomimetisch — die Kombination kann zu einer schwer vorhersehbaren Wirkungsintensivierung führen. Die Dissoziation kann die orientierungsstiftende Funktion während psychedelischer Erfahrungen aufheben.
Verlauf auf einen Blick
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Der Fingerprint verdichtet Rezeptoren, Wirkmechanismen und Substanzklasse zu einem kompakten pharmakologischen Profil.
Er dient als Orientierung für das Gesamtprofil, nicht als Ersatz für die Detailsektionen. Die Datenlage ist hier begrenzt.
Psilocybin ist ein Prodrug, das durch intestinale alkalische Phosphatase und Leberenzyme schnell zu Psilocin (4-Hydroxy-DMT) dephosphoryliert wird. Psilocin ist der…
Wirkmechanismen
Zielrezeptoren
Trust Layer
Evidenz, Datenqualität, Quellenbasis und Review-Stand sind hier auf einen Blick verdichtet.
Evidenzniveau
Hohe Evidenz
Gestützt durch mehrere primäre Literaturquellen und wissenschaftliche Reviews.
Datenqualität
Mittlere Datenqualität
Die wichtigsten Punkte sind abgedeckt, aber Teile der Einordnung beruhen eher auf Baseline-Daten oder allgemeinen Klassenmustern.
Quellen
4 Quellen
4 sichtbare oder erfasste Quellen; davon 5 direkt eingeblendet.
Review & Aktualität
Zuletzt geprüft: 27. März 2026
Zuletzt relativ frisch geprüft oder aktualisiert.
Wissenschaftlich aufbereitete Informationen, keine medizinische Beratung.
⚠️ Dieser Artikel dient ausschließlich der wissenschaftlichen Aufklärung und Schadensminimierung. Er stellt keine Konsum- oder Dosierungsanleitung dar.
Quelle: Psilocybin: A Review of its Pharmacology and Therapeutic Potential (pubmed) — Link Quelle: The Safety and Efficacy of Psilocybin in Treating Depression (pubmed) — Link Quelle: Enrichment: Generierte Sicherheitsinformationen für Psilocybin (expert_consensus)
Psilocybin wirkt hauptsächlich als Agonist an den 5-HT2A-Serotoninrezeptoren im Gehirn, was zu veränderten Wahrnehmungen, Gedanken und Emotionen führt. Es beeinflusst auch andere Serotoninrezeptoren, was zu einer Vielzahl von psychologischen Effekten führt.
Quelle: Psilocybin: A Review of its Pharmacology and Therapeutic Potential (pubmed) — Link Quelle: The Safety and Efficacy of Psilocybin in Treating Depression (pubmed) — Link Quelle: Enrichment: Generierte Sicherheitsinformationen für Psilocybin (expert_consensus)