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Substanz-Vergleich
Salvinorin A ist im Bereich Dissoziation deutlich stärker ausgeprägt. Oxycodon ist im Bereich Abhängigkeitsrisiko deutlich stärker ausgeprägt. Oxycodon ist im Bereich Sedierung deutlich stärker ausgeprägt. Im Bereich Körperbelastung zeigt Oxycodon merklich höhere Werte.
Despite belonging to different classes, these substances share receptor activity at κ-Opioid, which may produce overlapping effects.
Salvinorin A hat deutlich höhere Dissoziation
Oxycodon hat deutlich höhere Abhängigkeitsrisiko
Oxycodon hat deutlich höhere Sedierung
Oxycodon hat merklich höhere Körperbelastung
| Oxycodon | Salvinorin A | |
|---|---|---|
| Klasse | Opioide | Dissoziativa |
| Risikostufe | high | moderate |
| Wirkmechanismen | μ-Opioid-Agonist, κ-Opioid-Agonist | κ-Opioid-Agonist |
| Rezeptoren | μ-Opioid, κ-Opioid | κ-Opioid |
| Effekte | Schmerzlinderung, Sedierung, Euphorie, Entspannung, Atemdepression | Halluzinationen, Veränderte Wahrnehmung, Euphorie, Entspannung, Desorientierung |
| Evidenz | strong | limited |
Oxycodon ist ein vollständiger μ-Opioid-Rezeptor-Agonist (MOR) mit vergleichbarem Wirkmechanismus wie Morphin. Die Gi-Protein-Kopplung hemmt Adenylylcyclase (↓cAMP), aktiviert einwärtsgleichrichtende K+-Kanäle (Hyperpolarisation) und inhibiert spannungsgesteuerte Ca²+-Kanäle. Analgesie, Sedation und Euphorie entstehen durch diese Signalkaskade. Oxycodon ist κ-Opioid-Agonist mit partieller Aktivität. Die höhere orale Bioverfügbarkeit (60-87%) im Vergleich zu Morphin (~30%) und die leicht höhere Potenz (~1,5× Morphin oral) erklären seine weit verbreitete medizinische Verwendung. Oxycodon ist historisch mit der Opioidkrise in den USA assoziiert (OxyContin-Missbrauch 1990er-2000er).
Salvinorin A ist der pharmakologisch einzigartigste natürlich vorkommende Psychedelika-Wirkstoff: der einzige bekannte hochpotente, nichtstickstoffhaltige Kappa-Opioid-Rezeptor (KOR)-Agonist aus einer Pflanze. Im Gegensatz zu allen anderen Psychedelika wirkt Salvinorin A nicht über Serotonin-5-HT2A-Rezeptoren, sondern ausschließlich als hochselektiver, hochaffiner KOR-Vollagonist (Ki ~1.8nM). KOR-Aktivierung im limbischen System, präfrontalem Kortex, Striatum und visuellen Kortex erzeugt intensive dissoziative, halluzinogene und häufig dysphore Erlebnisse, die sich phänomenologisch fundamental von serotonergem Psychedelika unterscheiden — keine Euphorie, stattdessen oft Angst, Verwirrung, Ego-Auflösung. Die sehr kurze Wirkdauer erklärt sich durch rasche Spaltung durch Plasma-Esterasen und schnelle Umverteilung aus dem ZNS. Die außerordentliche Potenz (~1µg/kg-Bereich) macht Salvinorin A zu einer der potentesten psychoaktiven Substanzen überhaupt. Kein σ1-Agonismus, keine 5-HT2A-Aktivität, keine signifikante μ-Opioid-Aktivität bei typischen Dosen.
Safer-Use-Daten auf der Substanzseite verfügbar
Safer-Use-Daten auf der Substanzseite verfügbar
Evidenz: strong · Quellen: 4
Evidenz: limited · Quellen: 4