Substanz-Vergleich
5-Methoxy-MiPT hält mit rund 7 Stunden spürbar länger an als Psilocybin (ca. 5,5 Stunden). Der Wirkungseintritt erfolgt bei Psilocybin mit ~30 min spürbar schneller als bei 5-Methoxy-MiPT (~45 min). Die Peak-Phase fällt bei 5-Methoxy-MiPT mit ~150 min deutlich länger aus als bei Psilocybin (~90 min). Im Bereich Stimulation zeigt 5-Methoxy-MiPT merklich höhere Werte. Im Fokus stehen Unterschiede innerhalb der Klasse Psychedelika: Rezeptoren, Wirkprofil, Dauer, Risikostufe und bekannte Wechselwirkungssignale.
Beide Substanzen gehören zur Klasse Psychedelika. Der Vergleich ist deshalb relevant, um Unterschiede innerhalb derselben pharmakologischen Familie sichtbar zu machen.
Erkenntnisse
5-Methoxy-MiPT hat merklich höhere Stimulation
5-Methoxy-MiPT hat etwas höhere Empathie & Wärme
| 5-Methoxy-MiPT | Psilocybin | |
|---|---|---|
| Klasse | Psychedelika | Psychedelika |
| Risikostufe | — | moderate |
| Wirkmechanismen | 5-HT2A agonist, SERT inhibitor | 5-HT2A-Agonist |
| Rezeptoren | 5-HT2A, 5-HT1A, DAT, SERT | 5-HT2A, 5-HT1A |
| Effekte | Halluzinationen, Veränderte Wahrnehmung, Euphorie, Introspektion, Steigerung der Kreativität | Visuelle Veränderungen: geometrische Muster, Farbverstärkung, leuchtende Farben, Halluzinationen: sich bewegende Objekte, visuelle Verzerrungen bei mittleren bis hohen Dosen, Synästhesie: Töne werden als Farben erlebt, Sinneseindrücke überlagern sich, Emotionale Intensität: tiefe emotionale Verarbeitung, Weinen oder Lachen ohne erkennbaren Auslöser, Ego-Dissolution bei hohen Dosen: Auflösung des Selbstgefühls, Gefühl der Verschmelzung |
| Evidenz | unknown | strong |
5-Methoxy-MiPT wirkt hauptsächlich als Agonist an Serotoninrezeptoren, insbesondere am 5-HT2A-Rezeptor, was zu seinen psychedelischen Effekten führt.
Psilocybin ist ein Prodrug, das durch intestinale alkalische Phosphatase und Leberenzyme schnell zu Psilocin (4-Hydroxy-DMT) dephosphoryliert wird. Psilocin ist der pharmakologisch aktive Metabolit und wirkt als partieller Agonist am 5-HT2A-Rezeptor der kortikalen Schicht-V-Pyramidenzellen – der gleiche Wirkmechanismus wie LSD. Über Gq/11-Kopplung aktiviert Psilocin die Phospholipase C und erhöht die kortikale Erregbarkeit, was zur charakteristischen psychedelischen Symptomatik führt. Zusätzlich bindet Psilocin an 5-HT2C- und 5-HT1A-Rezeptoren. Die Default-Mode-Network-Suppression (nachgewiesen durch fMRT) erklärt Ego-Auflösungsphänomene.
Safer-Use-Daten auf der Substanzseite verfügbar
Evidenz: unknown · Quellen: 2
Evidenz: strong · Quellen: 8
Der wichtigste Unterschied liegt im individuellen Wirkprofil, der Dauer und dem Risikokontext innerhalb der Klasse Psychedelika.
Die Daten zeigen Überschneidungen bei 5-HT2A, 5-HT1A. Gemeinsame Zielstrukturen bedeuten aber nicht gleiche Wirkung oder gleiche Sicherheit.
5-Methoxy-MiPT ist aktuell mit "unknown" eingeordnet, Psilocybin mit "moderate". Individuelles Risiko hängt trotzdem von Gesundheit, Medikamenten, Kontext und weiteren Substanzen ab.
Synapedia wertet fehlende paarbezogene Daten nicht als Sicherheit. Mischkonsum kann unvorhersehbar sein, besonders bei Medikamenten, Vorerkrankungen oder weiteren Substanzen.