Substanz-Vergleich
1P-LSD hält mit rund 10 Stunden spürbar länger an als Psilocybin (ca. 5,5 Stunden). Der Wirkungseintritt erfolgt bei Psilocybin mit ~30 min spürbar schneller als bei 1P-LSD (~60 min). Die Peak-Phase fällt bei 1P-LSD mit ~180 min deutlich länger aus als bei Psilocybin (~90 min). Im Fokus stehen Unterschiede innerhalb der Klasse Psychedelika: Rezeptoren, Wirkprofil, Dauer, Risikostufe und bekannte Wechselwirkungssignale.
Für dieses Paar sind aktuell keine starken Einzelunterschiede berechnet. Die Seite bleibt deshalb besonders vorsichtig und wird nur indexiert, wenn die Readiness-Signale ausreichen.
Beide Substanzen gehören zur Klasse Psychedelika. Der Vergleich ist deshalb relevant, um Unterschiede innerhalb derselben pharmakologischen Familie sichtbar zu machen.
Erkenntnisse
Keine signifikanten Profilunterschiede
| 1P-LSD | Psilocybin | |
|---|---|---|
| Klasse | Psychedelika | Psychedelika |
| Risikostufe | — | moderate |
| Wirkmechanismen | Prodrug von LSD — wird durch Plasma- und Leberesterasen zu LSD hydrolysiert, 5-HT2A partieller Agonist (aktiver Metabolit LSD — Haupt-Psychedelikum-Mechanismus), 5-HT2C Agonist, Dopamin D2 partieller Agonist, Agonist an multiplen Serotonin-Rezeptor-Subtypen (1A, 1B, 2B, 6, 7) | 5-HT2A-Agonist |
| Rezeptoren | 5-HT2A (partieller Agonist), 5-HT1A (Agonist), 5-HT2C (Agonist), D2 (Agonist) | 5-HT2A, 5-HT1A |
| Effekte | Intensive visuelle Halluzinationen und geometrische Muster, Euphorie und Hochgefühl, Tiefgreifende Introspektion und Gedankenvertiefung, Synästhesien (Wahrnehmungsüberschneidungen), Veränderte Zeitwahrnehmung | Visuelle Veränderungen: geometrische Muster, Farbverstärkung, leuchtende Farben, Halluzinationen: sich bewegende Objekte, visuelle Verzerrungen bei mittleren bis hohen Dosen, Synästhesie: Töne werden als Farben erlebt, Sinneseindrücke überlagern sich, Emotionale Intensität: tiefe emotionale Verarbeitung, Weinen oder Lachen ohne erkennbaren Auslöser, Ego-Dissolution bei hohen Dosen: Auflösung des Selbstgefühls, Gefühl der Verschmelzung |
| Evidenz | preclinical | strong |
1P-LSD (1-Propionyl-LSD) ist eine Prodrug für LSD. In vitro pharmakologisch nahezu inaktiv an 5-HT2A (Ki >1000 nM). In vivo spalten hepatische und intestinale Amidasen/Esterasen die 1-Propionyl-Gruppe, um LSD freizusetzen (Konversionshalbwertszeit ~1h). Die gesamte pharmakologische Aktivität stammt ausschließlich vom LSD-Metaboliten: 5-HT2A-Partialagonismus, 5-HT1A, 5-HT2C, D1/D2-Agonismus. Das Wirkprofil ist pharmakologisch identisch zu LSD, der Wirkungseintritt ist leicht verzögert durch die Prodrug-Konversion.
Psilocybin ist ein Prodrug, das durch intestinale alkalische Phosphatase und Leberenzyme schnell zu Psilocin (4-Hydroxy-DMT) dephosphoryliert wird. Psilocin ist der pharmakologisch aktive Metabolit und wirkt als partieller Agonist am 5-HT2A-Rezeptor der kortikalen Schicht-V-Pyramidenzellen – der gleiche Wirkmechanismus wie LSD. Über Gq/11-Kopplung aktiviert Psilocin die Phospholipase C und erhöht die kortikale Erregbarkeit, was zur charakteristischen psychedelischen Symptomatik führt. Zusätzlich bindet Psilocin an 5-HT2C- und 5-HT1A-Rezeptoren. Die Default-Mode-Network-Suppression (nachgewiesen durch fMRT) erklärt Ego-Auflösungsphänomene.
Safer-Use-Daten auf der Substanzseite verfügbar
Evidenz: preclinical · Quellen: 2
Evidenz: strong · Quellen: 8
Der wichtigste Unterschied liegt im individuellen Wirkprofil, der Dauer und dem Risikokontext innerhalb der Klasse Psychedelika.
Synapedia zeigt für dieses Paar aktuell keine starke gemeinsame Rezeptorachse. Fehlende Daten sind keine Entwarnung.
1P-LSD ist aktuell mit "unknown" eingeordnet, Psilocybin mit "moderate". Individuelles Risiko hängt trotzdem von Gesundheit, Medikamenten, Kontext und weiteren Substanzen ab.
Synapedia wertet fehlende paarbezogene Daten nicht als Sicherheit. Mischkonsum kann unvorhersehbar sein, besonders bei Medikamenten, Vorerkrankungen oder weiteren Substanzen.