Scientific Summary
MDMA wird als Stimulanzien eingeordnet. 21 deduplizierte Claims trennen direkte Daten, Klassenwissen und Communitysignale. 35 Quellen- und Datensatzreferenzen speisen den aktuellen Stand.
Was ist das?
MDMA ist als Stimulanzien, Phenethylamine und Amphetamine eingeordnet.
Warum relevant?
MDMA (3,4-Methylendioxymethamphetamin), bekannt als »Ecstasy« oder »Molly«, ist ein Entaktogen und Empathogen mit starken monoaminergen Wirkungen. Es bewirkt eine massive Ausschüttung von Serotonin, Dopamin und Noradrenalin durch Umkehrung der Monoamintransporter. Das Neurotoxizitätsrisiko bei häufigem Gebrauch ist gut belegt (serotonerge Axonschädigung). MDMA-assistierte Therapie befindet sich in Phase-3-Studien für PTBS und zeigt Remissionsraten von ~67%.
Wie wirkt es?
Dokumentierte Zielstrukturen: SERT, NET und DAT.
Wie gut untersucht?
Zugeordnete Evidenztypen: Präklinisch / In vitro: 1 und Laufendes Monitoring: 5.
Größte Risiken?
Die Neurotoxizität ist dosisabhängig und cumulative · substanzspezifisch zugeordnet.
Was bleibt offen?
Welche kontrollierten Humanstudien liegen zu MDMA vor?
Quick Facts
- Klasse
- StimulanzienPhenethylamine · Amphetamine · 50% Claim-Konfidenz
- Evidenzkern
- Präklinisch / In vitro + Laufendes Monitoring6 sichtbare Quellen · 50% Claim-Konfidenz
- Pharmakologisches Signal
- SERT · NETAus dem zentralen Claim Layer · 50% Claim-Konfidenz
- Priorisierte Vorsicht
- Die Neurotoxizität ist dosisabhängig und cumulativeSubstanzspezifischer Datensatz · 50% Claim-Konfidenz
- Fachlicher Stand
- 28.05.2026reviewed · 50% Claim-Konfidenz
Wirkung & Effekte
Weitere dokumentierte Effekte: Tiefes Empathie-Gefuehl und emotionale Offenheit gegenueber anderen, Ausgepragte Euphorie und Wohlbefinden, Erhoehte Energie und Stimulation, Verstaerkte sensorische Wahrnehmung: Beruehrungen, Musik und Licht wirken intensiver, Reduzierung von Angst und Defensivitaet, soziale Hemmungen fallen weg und Gesteigerte Gepraechigkeit und soziale Verbundenheit.
Zeitlicher Verlauf
Der strukturierte Zeitverlauf nennt Eintritt: 20-60 min; Peak: 1-2 h; Hauptwirkung: 3-6 h; Nachwirkungen: 2-8 h.
Dosiskontext
Strukturierte Dosiskontexte sind für notes, sources, variability, potency band und openai enriched at hinterlegt; sie dienen der wissenschaftlichen Einordnung und sind keine Konsumempfehlung.
Evidenzlage
Der Claim Layer ordnet 33 externe Quellen zu: Referenzquellen, präklinische Studien, Monitoring und Behördenleitlinien.
Living Evidence
Research Watch
Als Humanstudie klassifizierte Quellen
Als Tierstudie klassifizierte Quellen
Zell-, Bindungs- oder funktionelle Assays
Klinische Fall- oder Fallserienquellen
Systematische oder narrative Übersichtsarbeiten
Freigegebene Berichte, getrennt von Forschungsevidenz
Behördliche oder forensische Monitoringquellen
Vertiefende Risikoeinordnung öffnen
Wie wirkt MDMA pharmakologisch?
Rezeptoraktivität, Evidenztyp und Übertragungsgrenze werden gemeinsam gezeigt, damit präklinische, klassenbasierte und klinische Befunde nicht miteinander verschmelzen.
MDMA ist ein nicht-selektiver Monoamin-Releaser und Reuptake-Inhibitor. Der primäre Wirkmechanismus besteht in der Aktivierung des TAAR1-Rezeptors, welcher über PKA/PKC-Signalwege eine Phosphorylierung der Monoamintransporter (SERT >> NET > DAT) auslöst und dadurch einen massivenRückwärtstransport von Serotonin, Noradrenalin und Dopamin ins synaptische Spalt bewirkt. MDMA ist ein Substrat für SERT, NET und DAT (Carrier-Mechanismus), kein reiner Reuptake-Inhibitor. Zusätzlich hemmt MDMA die VMAT2-vermittelte vesikuläre Speicherung und entleert direkt die Monoaminspeicher. 5-HT2A-Agonismus trägt zu den entaktogenen und empathogenen Wirkungen bei.
SERT-Umkehrtransport
Serotoninfreisetzung
Pharmakologisches Profil
Substanz-Fingerprint
Der Fingerprint verdichtet vorhandene Klasse-, Rezeptor-, Mechanismus- und Risikodaten zu einem heuristischen Gesamtprofil.
Stimulation (85%)
34% Profil-Konfidenz
Klassenkontext: Stimulanzien
Heuristisches Profil aus vorhandenen Daten; keine klinische Messung und keine individuelle Risiko-Freigabe.
Safety zuerst
Risiken und Interaktionen
Die Sicherheitsbewertung zu MDMA trennt substanzspezifische Befunde von Klassenwissen und Communitysignalen.
Diese Informationen dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Priorisierte Risikohinweise
Kritische Kombinationen
4 hohe WarnungenKlassenbasierte Warnmuster sind nicht substanzspezifisch geprüft und werden deshalb getrennt von direkten Paarbefunden gekennzeichnet.
Ergänzende Safer-Use-Hinweise
- Temperaturmanagement: Regelmaessige Pausen vom Tanzen, Koerper abkuehlen. Ueberhitzung ist die haeufigste Todesursache bei MDMA.
- 3-Monats-Regel: Mindestens 3 Monate Abstand zwischen Konsumeinheiten zum Schutz vor Neurotoxizitaet.
- Absolute Kontraindikation: Niemals mit MAO-Hemmern oder SSRI/SSRI/SNRI kombinieren - Serotonin-Syndrom-Gefahr.
Vollständige Interaktionsdetails und Datenbasis
Kritisch: MAO-Hemmung plus MDMA kann serotonerge und kardiovaskulaere Krisen ausloesen
Lebensbedrohlich: MAO-Hemmer (Harmaline) + Serotoninfreisetzer
Kritisch: zwei serotonerge Wirkprofile plus Krampf- und Atemrisiko
Hohes Risiko: serotonerge Doppelwirkung, veraenderte MDMA-Wirkung und Red-Flag-Symptome
Interaktionsdaten basieren auf bekannten Mechanismen. Unbekannte oder seltene Wechselwirkungen sind möglich und können lebensgefährlich sein.
Separater Evidenztyp · unverifiziert
Community & Erfahrungen
Communityberichte ergänzen mögliche Beobachtungen, werden aber weder mit Studien noch mit forensischem Monitoring gleichgesetzt.
Community-Signale & Erfahrungen
Teile einen Bericht, eine Beobachtung oder eine Frage zu dieser Substanz. Beiträge werden vor Veröffentlichung geprüft und als unverifizierte Community-Signale markiert.
Diese Beiträge stammen von Nutzer:innen und sind nicht verifiziert. Sie können subjektive Erfahrungen, Beobachtungen, Quellenhinweise oder Korrekturen enthalten. Sie ersetzen keine wissenschaftlichen Daten und sind keine Konsumempfehlung.
Der Signal-Hub bündelt freigegebene Warnhinweise, Erfahrungsberichte und Quellen nach Relevanz.
Offene Forschungsfragen
Der Claim Layer übersetzt unbesetzte Evidenzfelder in überprüfbare Fragen. So bleibt sichtbar, welche nächste Beobachtung die Einordnung tatsächlich verändern würde.
- 1
Welche kontrollierten Humanstudien liegen zu MDMA vor?
Humanstudien würden die Übertragungsgrenze präklinischer, analytischer oder klassenbasierter Befunde präzisieren.
Research status: offen - 2
Wie lang sind Eliminationshalbwertszeit und substanzspezifischer Zeitverlauf von MDMA?
Zeitparameter beeinflussen Nachwirkungen, Interaktionsfenster und die toxikologische Beobachtung.
Research status: offen - 3
Welche Metaboliten und CYP-Enzyme sind bei MDMA beteiligt?
Stoffwechselwege helfen, Wirkdauer, Nachweisbarkeit und mögliche Interaktionen einzuordnen.
Research status: offen - 4
Welche klinischen Toxizitätsbefunde sind analytisch bestätigtem MDMA zuzuordnen?
Bestätigte Fälle können substanzspezifische Gefahren von allgemeinen Klassenwarnungen abgrenzen.
Research status: offen
MDMA im Vergleich
MDMA – Interaktionsseiten
Methodikfragen
Wie werden direkte Daten und Klassenwissen zu MDMA getrennt?
Welche Evidenz würde die Einordnung von MDMA als Nächstes verbessern?
Antworten werden aus den oben ausgewiesenen substanzspezifischen, klassenbasierten und Community-Claims zusammengesetzt.
Für tieferes Verständnis
Wissensgraph, verwandte Konzepte und vertiefende Relationen stehen hinter den schnellen Sicherheitssektionen.
Quellen & Methodik
Jede sichtbare Aussage im Living-Monograph-Layer verweist auf genau eine primäre Displayquelle. Klassenwissen und Communitysignale bleiben dabei explizit getrennt.
- 01MDMA — komponierter Synapedia-Datensatz
Synapedia · abgerufen 2026-05-28
mdma-identitymdma-summarymdma-mechanism-1mdma-mechanism-2mdma-mechanism-3mdma-effects-neutralmdma-timelinemdma-dosage-contextmdma-risk-1mdma-risk-2mdma-risk-3mdma-risk-4mdma-safer-use-1mdma-safer-use-2mdma-safer-use-3mdma-evidence-overview - 02Mitchell JM et al. (2021) MDMA-assisted therapy for severe PTSD. Nat Med
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- 29PsychonautWiki – Psilocybin Interactions
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- 34Stahl SM – Mechanism of action of bupropion
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov · abgerufen 2026-05-28
- 35
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Trust Layer
Wie belastbar diese Seite aktuell ist
Evidenz, Datenqualität, Quellenbasis und Review-Stand sind hier auf einen Blick verdichtet.
Evidenzniveau
Stark
Mehrere belastbare Quellen stützen die Kerninformationen.
Datenqualität
Teilweise dokumentiert
Die wichtigsten Punkte sind abgedeckt, aber Teile der Einordnung beruhen eher auf Baseline-Daten oder allgemeinen Klassenmustern.
Literatur-/redaktionsbasiert eingeordnet
Die Seite ist substanziell aufbereitet, aber nicht als klinisch validierte Einzelberatung zu verstehen.
- Quellenlage ist teilweise sichtbar.
- Aussagen bleiben bewusst vorsichtig.
- Interaktionshinweise können ergänzend klassenbasiert sein.
Quellen
6 Quellen
6 sichtbare oder erfasste Quellen; davon 5 direkt eingeblendet.
- Mitchell JM et al. (2021) MDMA-assisted therapy for severe PTSD. Nat Med
- Mithoefer MC et al. (2018) 3,4-methylenedioxymethamphetamine (MDMA)-assisted psychotherapy for post-traumatic stress disorder. Psychopharmacology
- Liechti ME (2014) Effects of MDMA on body temperature in humans. Temperature
- Erritzoe D et al. (2011) In vivo imaging of cerebral serotonin transporter and serotonin2A receptor binding in 3,4-methylenedioxymethamphetamine (MDMA or ecstasy) and hallucinogen users. Arch Gen Psychiatry
- EUDA: MDMA drug profile
Review & Aktualität
Zuletzt geprüft: 28. Mai 2026
Zuletzt relativ frisch geprüft oder aktualisiert.
Quellenbasiert oder als Basisdaten gekennzeichnet, nicht klinisch geprüft und keine medizinische Beratung.
Synapedia Evidence
Fakten-Snapshot
- Substanzklasse
- Empathogene · Phenethylamine · Amphetamine
- Wirkmechanismus
- MDMA ist ein nicht-selektiver Monoamin-Releaser und Reuptake-Inhibitor. Der primäre Wirkmechanismus besteht …
- Hauptwirkungen
- Tiefes Empathie-Gefuehl und emotionale Offenheit gegenueber anderen, Ausgepragte Euphorie und Wohlbefinden, Erhoehte Energie und Stimulation, Verstaerkte sensorische Wahrnehmung: Beruehrungen, Musik und Licht wirken intensiver
- Risikostufe
- Erhöht
- Evidenz & Qualität
- strong · 6 Quellen
- Zuletzt aktualisiert
- 28. Mai 2026