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Methamphetamin — Wirkmechanismus

Pharmakologische Grundlagen und Rezeptorprofile

Stimulanzien
DAT
NET
SERT
TAAR1

Wirkmechanismen

DAT-Umkehrtransport

NET-Umkehrtransport

SERT-Umkehrtransport

Umkehr der normalen Transporterrichtung des Serotonintransporters führt zu massiver Serotoninfreisetzung.

TAAR1-Agonist

Rezeptortargets

SERT

transporter
serotonin

Der Serotonintransporter (SERT/5-HTT) ist ein Natrium-abhängiger Monoamintransporter, der Serotonin aus dem synaptischen Spalt zurück in die präsynaptische Zelle transportiert. Er ist das primäre Ziel von SSRI und MDMA.

Hemmung oder Umkehr des Transports kann die synaptische Serotoninkonzentration stark erhöhen; Kombination mehrerer serotoninerger Substanzen birgt Serotoninsyndrom-Risiko.

NET

releaser
transporter
norepinephrine
Primär

Der Noradrenalintransporter (NET) ist ein Monoamintransporter, der Noradrenalin aus dem synaptischen Spalt zurücktransportiert. Er wird von verschiedenen Stimulanzien und Antidepressiva beeinflusst.

Potenter Noradrenalin-Freisetzer

Hemmung führt zu erhöhter sympathomimetischer Aktivität mit kardiovaskulären Risiken.

DAT

releaser
transporter
dopamine
Primär

Der Dopamintransporter (DAT) ist ein Natrium-abhängiger Monoamintransporter, der Dopamin aus dem synaptischen Spalt entfernt. Er ist ein zentrales Ziel von Stimulanzien und spielt eine Schlüsselrolle im Belohnungssystem.

Potenter Dopamin-Freisetzer; stärker als Amphetamin

Blockade oder Umkehrtransport erhöht die dopaminerge Aktivität und kann Abhängigkeit sowie kardiovaskuläre Risiken begünstigen.

TAAR1

agonist
metabotropic
trace_amine
Primär

Der Trace-Amine-assoziierte Rezeptor 1 (TAAR1) ist ein Gs-gekoppelter GPCR, der durch endogene Spurenamine und exogene Amphetamine aktiviert wird. Er moduliert dopaminerge und serotonerge Neurotransmission und wird als Ziel für die Sucht- und Schizophreniebehandlung erforscht.

Potenter direkter Agonist; moduliert dopaminerge Transmission

Aktivierung moduliert die Dopaminfreisetzung; beeinflusst Sensibilisierung und Suchtverhalten bei Stimulanzienkonsum.