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Geprüfte Community-Erfahrungen und aggregierte Wirkungsprofile
Dissoziativa
10 Berichte
Community-Wirkungsprofil
Häufig berichtete Effekte
benommenheit und verpeiltheit
kopfjucken und verzerrte wahrnehmung
robotergang
visuelle gedankenbilder
ketamin-ähnliche schübe
extreme fokussierung und konzentration
starke motivation und aktivität
redselig/schreibselig
Häufig berichtete Nebenwirkungen
übelkeit und erbrechen
panikgefühle
suizidgedanken
gefühl hängen geblieben zu sein
überforderung
starke mundtrockenheit
Basierend auf 10 geprüften Erfahrungsberichten. Community-Daten sind keine wissenschaftlichen Studien.
Erfahrungsberichte
Community-Erfahrungsberichte
Redaktionell geprüfte Zusammenfassungen. Keine Konsumanleitung.
Diese Berichte spiegeln individuelle Erfahrungen wider und stellen keine medizinische Empfehlung dar. Substanzkonsum birgt Risiken.
Ecstasy Ersterfahrung
oral
10 DXM Tabletten, später nochmal 15 DXM Tabletten
mehrere Stunden, Peak während Schulstunden85% Konfidenz
Erster DXM-Trip eines unerfahrenen Konsumenten in der Schule mit 10, später 15 Tabletten. Der Konsument erlebte typische DXM-Effekte wie Robotergang, verzerrte Wahrnehmung und dissoziative Zustände. Aufgrund mangelnder Vorbereitung entstanden Panikgefühle und Überforderung, die durch Gespräche mit Freunden beruhigt wurden.
Extrem riskanter Konsum in ungeeignetem Setting (Schule), ohne angemessene Vorbereitung oder Erfahrung mit Psychedelika. Kombination mit anderen Substanzen (Cannabis, MDMA im Umfeld). Suizidgedanken und Panik zeigen akute psychische Belastung. Autofahrt während der Wirkung stellt Verkehrsgefährdung dar. Der Konsument erkennt selbst die Fahrlässigkeit des Verhaltens.
Der Autor berichtet über seinen ersten Konsum von a-PiHP (38mg vaporisiert), nachdem er zuvor negative Erfahrungen mit anderen Pyrovaleronen gemacht hatte. Die Wirkung setzte bereits beim zweiten Zug ein und führte zu extremer Fokussierung, Motivation und gesteigerter Schreibgeschwindigkeit. Begleiterscheinungen waren Mundtrockenheit und Schwitzen.
Der Bericht beschreibt detailliert Vaporisierungstechniken für Pyrovalerone. Der Autor erwähnt historische psychotische Erlebnisse mit verwandten Substanzen und plant einen Entzug. Begleitkonsum von Morphin (Substitution) und Diazepam wird erwähnt. Die beschriebene intensive Schreibtätigkeit und Zeitverzerrung sind typische Stimulanzien-Effekte.
Extreme Fokussierung und Konzentration
Starke Motivation und Aktivität
Ayahuasca Zeremonie Deutschland
oral
0,8 ml erste Dosis, dann 1,3 ml, später 1,3-1,4 ml als Sweet Spot
maximal 90 Minuten80% Konfidenz
Vierjähriger GHB/GBL-Langzeitbericht beginnend mit 19 Jahren als Alkoholersatz. Autor entwickelte schnell nahezu täglichen Konsum von 2-3 Dosierungen mit optimaler Wirkung bei 1,3-1,4 ml. Wirkung wird als einzigartig beschrieben mit 90-minütiger Dauer und stimulierendem Afterglow, jedoch ohne die erhoffte enthemmende oder aphrodisierende Wirkung.
Der Bericht zeigt eine problematische Konsumentwicklung mit schnellem Übergang zu täglichem Gebrauch innerhalb von zwei Wochen. Magenschleimhautreizungen durch GBL werden erwähnt. Der Autor berichtet von Schwierigkeiten beim Konsumverzicht, was auf Abhängigkeitsentwicklung hinweist.
angenehmer Schwindel
Kribbeln im Körper
DXM Trip dritte Stufe
nasal
50 mg, 200 mg, 400 mg
85% Konfidenz
Der Bericht beschreibt Erfahrungen mit Deschloroketamin in Dosierungen von 50-400mg, hauptsächlich nasal konsumiert. Bei 200mg tritt ein K-Hole-ähnlicher Zustand mit dissoziativen Effekten und visuellen Halluzinationen auf. Höhere Dosen führten zu blackout-ähnlichen Zuständen mit anhaltenden motorischen Beeinträchtigungen am Folgetag.
Der Bericht zeigt mehrere Risiken auf: Verwechslungsgefahr zwischen mg und g bei beeinträchtigter Motorik, erhebliche Sturzgefahr durch Koordinationsstörungen, Notwendigkeit einer sicheren Umgebung und vorheriger Vorbereitung. Nasaler Konsum führt zu anhaltenden Nasenschäden. Die Substanz war zum Berichtszeitpunkt legal, ist inzwischen aber verboten.
Dissoziative Effekte mit Verlust der Körperkontrolle
Warmes, wohliges Gefühl durch Opiatrezeptor-Aktivierung
Visuelle Halluzinationen und Traumwelt-ähnliche Erfahrungen
Wie man mit der Sucht leben kann
85% Konfidenz
Der Bericht beschreibt eine mehrjährige Entwicklung polysubstanzieller Abhängigkeit bei einem jungen Mann, beginnend mit Nikotin und Alkohol im Alter von 12-15 Jahren, gefolgt von Cannabis-Dauerkonsum und später chemischen Substanzen. Besonders problematisch waren Speed und MDMA, die zu täglichem Konsum und einem Krankenhausaufenthalt führten. Der Autor berichtet von erheblichen Gedächtnislücken und sozialen Problemen.
Der Bericht zeigt klassische Anzeichen einer Substanzabhängigkeit mit schneller Eskalation, Toleranzentwicklung und Kontrollverlust. Besonders problematisch: täglicher Konsum von Speed und MDMA, Mischkonsum im betrunkenen Zustand, und Diebstahl von Benzodiazepinen mit resultierendem mehrtägigem Blackout. Die beschriebenen Horrortrips bei Psychedelika und der Krankenhausaufenthalt unterstreichen die gesundheitlichen Risiken.
Starke psychische Abhängigkeitsentwicklung
Gedächtnisverlust und lückenhafte Erinnerungen
Vernachlässigung sozialer Verpflichtungen
Toleranzentwicklung bei verschiedenen Substanzen
Universum in Vier Wänden - Mein erstes Mal Ketamin
nasal
170mg Line, davon 3/4 initial, dann nach 20 Minuten das letzte Viertel nachgelegt
circa 1,5 Stunden in 2 Phasen (30 Minuten + 1 Stunde)85% Konfidenz
Ein 22-jähriger Student berichtet über seinen ersten Ketamin-Konsum mit 170mg nasal in sozialer Umgebung. Er erlebte dissoziative Effekte, Körpertrennung und veränderte Realitätswahrnehmung über etwa 1,5 Stunden. Trotz anfänglicher Befürchtungen empfand er die Wirkung als faszinierend, berichtete aber von nasalen Beschwerden und motorischen Beeinträchtigungen.
Der Autor erwähnt einen vorherigen Vorfall mit seinem Freund, der nach unkontrollierter Dosierung bewegungslos wurde. Positiv ist die kontrollierte Umgebung mit nüchternen Freunden als Tripsitter und die Verwendung einer Waage für die Dosierung.
Dissoziation und Gefühl der Körpertrennung
Starker Schwindel und veränderte Motorik
MDMA beim Festival
oral
200 Tropfen (100 mg), dann weitere 100 Tropfen (50 mg), gesamt 150 mg
ganze Nacht bis ca 12 Uhr, Nachwirkungen bis zum nächsten Abend90% Konfidenz
19-jähriger berichtet über erste Opioid-Erfahrung mit 150mg Codein oral über Sprite verteilt. Erlebte körperliche Entspannung, emotionale Abstumpfung und Nodding mit Klarträumen über die ganze Nacht. Trotz zufriedenstellender Wirkung plant weitere Experimente mit anderen Opioiden.
Besorgniserregend: Der Autor zeigt klassische Anzeichen einer Atemdepression (flache, langsame Atmung), plant weitere Experimente mit stärkeren Opioiden und erwägt Mischkonsum. Die systematische Progression durch verschiedene Substanzklassen und das Interesse an 'härteren' Opioiden deuten auf erhöhtes Abhängigkeitsrisiko hin.
Körperliche Entspannung und Schwere
Warmes, umhüllendes Gefühl
DXM Erfahrungsbericht
sublingual
Millenium-Hoffmann-Blotter (250 bis 300 µg)
80% Konfidenz
Drei Freunde nahmen 1999 LSD (Millenium-Hoffmann-Blotter, 250-300 µg) auf einer Waldlichtung. Für einen war es die erste LSD-Erfahrung. Die Wirkung setzte sanft ein mit verstärkter Aktivität und veränderter Zeitwahrnehmung. Der Bericht beschreibt das Aufbauen des Lagers und erste Effekte wie gesteigerte Sensibilität.
Unerfahrene Gruppe in abgelegener Wildnis ohne Notfallplan. Hohe Dosierung für LSD-Anfänger. Kombination mit Cannabis erwähnt.
Sanft heranschleichende Wahrnehmungsveränderung
Gesteigerte Aktivität und Anspannung
Veränderte Zeitwahrnehmung beim Jonglieren
Erhöhte Sensibilität gegenüber Berührungen
2C-B und Musik
nasal
zwischen 50 und 100mg 3-meo-pce bis zwölf Uhr, insgesamt circa 200mg im Laufe des Abends
ab viertel nach zehn bis mindestens zwölf Uhr80% Konfidenz
Der Autor beschreibt einen Trip mit 1cp-LSD und 3-meo-pce in hohen Dosen (circa 200mg 3-meo-pce nasal über den Abend verteilt). Der Trip fand nach 1,5 Tagen Fasten im aufgeräumten eigenen Zimmer statt und führte zu intensiver Selbstreflexion über persönliche Probleme und manischen Zuständen.
Der Autor verwendete sehr hohe, nicht abgewogene Dosen von 3-meo-pce (50-100mg initial, 200mg gesamt), was weit über empfohlenen Mengen liegt. Warnung vor Suchtpotential bei Dissoziativen wird erwähnt. Mischkonsum mit 1cp-LSD erhöht Risiken. Autor erwähnt hohe Toleranz durch langjährigen Konsum verschiedener Dissoziativa.
Dissoziation
Manische Zustände
Ecstasy auf einer Party
oral
1 1/2 Blotter zu insgesamt 150µg
80% Konfidenz
Der Autor nahm 150µg 1cP-LSD oral ein und fuhr mit dem Fahrrad zu einem Freund. Die Substanz wirkte langsam und wohlig, führte jedoch zu Orientierungsproblemen und verzerrter Wahrnehmung im Straßenverkehr. An einer T-Kreuzung hatte er erhebliche Schwierigkeiten, die Verkehrssituation zu verstehen und sicher abzubiegen.
Die Teilnahme am Straßenverkehr unter LSD-Einfluss stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Der Autor beschreibt deutliche Beeinträchtigungen der räumlichen Orientierung und Verkehrswahrnehmung. Psychoaktive Substanzen und Verkehrsteilnahme sollten grundsätzlich nicht kombiniert werden.
Langsames, gleichmäßiges und wohliges Anfluten
Verstärkte Freude beim Grüßen von Menschen
Verwirrung bei räumlicher Orientierung (rechts/links)