Substance Comparison
Kratom and Sufentanil are both classified as Opioide.
Both substances belong to the Opioide class, making this a common comparison for understanding differences within the same pharmacological family.
No significant profile differences
| Kratom | Sufentanil | |
|---|---|---|
| Class | Opioide | Opioide |
| Risk Level | moderate | — |
| Mechanisms | Partielle Aktivität am μ-Opioidrezeptor, CYP3A-vermittelte Bildung von 7-Hydroxymitragynin, Adrenerge Mechanismen nicht abschließend geklärt | μ-opioid receptor agonist |
| Receptors | μ-Opioidrezeptor, κ-Opioidrezeptor, adrenerge Rezeptoren (unsicher) | μ-Opioid (MOR, voller Agonist — extrem hohe Affinität, 5-10× Fentanyl), κ-Opioid (schwache Aktivität), δ-Opioid (schwache Aktivität) |
| Effects | Schmerzlinderung, Euphorie, Stimmungsaufhellung, Energiesteigerung, Entspannung | Starke Analgesie (Schmerzlinderung), Euphorie und Wohlbefinden, Anxiolyse und Stressreduktion, Sedierung und Entspannung, Hustenunterdrückung |
| Evidence | moderate | unknown |
Kratom enthält zwei pharmakologisch relevante Alkaloide: Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin (7-HMG). Mitragynin wirkt bei niedrigen Dosen primär als α2-adrenerger Agonist und moduliert Serotonin-/Dopaminwiederaufnahme (stimulierende Effekte). Bei höheren Dosen wird 7-HMG zum dominanten Wirkstoff: Es ist ein partieller Agonist an μ-Opioid-Rezeptoren mit ca. 13-facher Potenz gegenüber Morphin (tierexperimentell). 7-HMG aktiviert zusätzlich δ- und κ-Opioid-Rezeptoren. Mitragynin wird hepatisch durch CYP3A4/2D6 zu 7-HMG metabolisiert, was die duale Wirkpharmakologie erklärt.
Sufentanil ist ein synthetisches Thienylderivat von Fentanyl mit außerordentlich hoher Potenz: ca. 5-10× potenter als Fentanyl und 500-1000× potenter als Morphin. Wie alle μ-Opioid-Agonisten hemmt Sufentanil über Gi-Protein-Kopplung die Adenylylcyclase (↓cAMP), aktiviert einwärtsgleichrichtende K⁺-Kanäle (Hyperpolarisierung) und inhibiert spannungsgesteuerte Ca²⁺-Kanäle. Dies führt zu Analgesie, Sedierung, Atemdepression und Euphorie. Extrem hohe Lipophilie (Oktanol/Wasser-Koeffizient >>Fentanyl) ermöglicht ultraschnelle ZNS-Penetration. Die Kombination aus ultrahöher MOR-Affinität, rapidem ZNS-Eintritt und vollständigem Agonismus ergibt einen marginalen Sicherheitsabstand: Der Unterschied zwischen analgetischer und letaler Dosis ist bei Sufentanil kleiner als bei jedem anderen klinisch verwendeten Opioid. Glattmuskeleffekte: erhebliche Bradykardie, Bronchokonstriktion, Chest-Wall-Rigidity. Vorwiegend in der Anästhesie/Intensivmedizin eingesetzt; Sufentanil-Nasenspray ist die einzige Formulierung mit eingeschränktem Einsatz außerhalb des OP (präklinische Analgesie).
Safer-use data available on substance page
Evidence: moderate · Sources: 16
Evidence: unknown · Sources: 2