Substanz-Vergleich
Tramadol ist im Bereich Sedierung deutlich stärker ausgeprägt. 3-FPO ist im Bereich Stimulation deutlich stärker ausgeprägt. Tramadol tendiert im Bereich Empathie & Wärme zu etwas höheren Werten.
Despite belonging to different classes, these substances share receptor activity at NET, which may produce overlapping effects.
Tramadol hat deutlich höhere Sedierung
3-FPO hat deutlich höhere Stimulation
Tramadol hat etwas höhere Empathie & Wärme
| 3-FPO | Tramadol | |
|---|---|---|
| Klasse | Stimulanzien | Opioide |
| Risikostufe | high | moderate |
| Wirkmechanismen | Vermutlich DAT/NET-Aktivierung (Monoamin-Transporter-Substrat oder -Inhibitor), Mechanistisches Profil aus Strukturanalogie zu Phenmetrazin extrapoliert — keine validierten Bindungsstudien verfügbar | μ-Opioid-Agonist, SERT-Inhibitor, NET-Inhibitor |
| Rezeptoren | DAT, NET | μ-Opioid, SERT, NET |
| Effekte | — | Schmerzlinderung, Sedierung, Euphorie, Angstlinderung, Muskelentspannung |
| Evidenz | limited | strong |
Tramadol ist ein atypisches Opioid mit dualem Wirkmechanismus. (1) Schwacher direkter μ-Opioid-Agonist (Ki ~2µM). Der aktive Metabolit O-Desmethyltramadol (via CYP2D6-Metabolisierung) ist ein potenter μ-Opioid-Agonist (Ki ~3nM, ~200× potenter als Tramadol). (2) SERT- und NET-Reuptake-Inhibitor (serotoninerge und noradrenerge Aktivität). Das duale Wirkprinzip macht Tramadol einzigartig unter Opioiden und erklärt sowohl die analgetische Wirkung als auch das erhebliche Serotonin-Syndrom-Risiko. Das CYP2D6-Polymorphismus bestimmt maßgeblich die Umwandlungsrate zum aktiven Metaboliten – langsame Metabolisierer haben schwächere Effekte, schnelle Metabolisierer höhere Toxizität.
Safer-Use-Daten auf der Substanzseite verfügbar
Safer-Use-Daten auf der Substanzseite verfügbar
Evidenz: limited · Quellen: 3
Evidenz: strong · Quellen: 7