Scientific Summary
Scopolamine wird als Anticholinergika eingeordnet. 15 deduplizierte Claims trennen direkte Daten, Klassenwissen und Communitysignale. 3 Quellen- und Datensatzreferenzen speisen den aktuellen Stand.
Was ist das?
Scopolamine ist als Anticholinergika eingeordnet.
Warum relevant?
Scopolamin ist ein tropanalkaloides Anticholinergikum, das vor allem als muskarinischer Acetylcholinrezeptor-Antagonist wirkt. Es kann zu starken anticholinergen Effekten führen, die Halluzinationen, Delirium und kognitive Beeinträchtigungen verursachen. Aufgrund seines engen therapeutischen Fensters und der potenziell schweren Nebenwirkungen gilt es als risikoreiche Substanz. Scopolamin wird medizinisch unter anderem zur Behandlung von Reisekrankheit eingesetzt, birgt jedoch bei missbräuchlicher Verwendung erhebliche Gefahren.
Wie wirkt es?
Dokumentierte Zielstrukturen: M1 Muskarinischer AChR (Antagonist — ZNS: Amnesie, Delirium), M2 Muskarinischer AChR (Antagonist — Herz: Tachykardie) und M3 Muskarinischer AChR (Antagonist — Drüsen: Anhidrose, Xerostomie; Blase: Harnverhalt).
Wie gut untersucht?
Aktuell ist nur der komponierte Datensatz zugeordnet; externe Evidenz bleibt eine offene Ausbauaufgabe.
Größte Risiken?
Es gibt keinen sicheren Freizeitkonsum von Scopolamin · substanzspezifisch zugeordnet.
Was bleibt offen?
Welche kontrollierten Humanstudien liegen zu Scopolamine vor?
Quick Facts
- Klasse
- AnticholinergikaSubstanzspezifische Einordnung · 50% Claim-Konfidenz
- Evidenzkern
- Komponierter Datensatz2 sichtbare Quellen · 50% Claim-Konfidenz
- Pharmakologisches Signal
- M1 Muskarinischer AChR (Antagonist — ZNS: Amnesie, Delirium) · M2 Muskarinischer AChR (Antagonist — Herz: Tachykardie)Aus dem zentralen Claim Layer · 50% Claim-Konfidenz
- Priorisierte Vorsicht
- Es gibt keinen sicheren Freizeitkonsum von ScopolaminSubstanzspezifischer Datensatz · 50% Claim-Konfidenz
- Fachlicher Stand
- 07.05.2026draft · 50% Claim-Konfidenz
Wirkung & Effekte
Weitere dokumentierte Effekte: Sedierung, Antiemetisch, Anticholinerg, Amnesie, Halluzinationen und Erweiterung der Pupillen.
Dosiskontext
Strukturierte Dosiskontexte sind für notes, sources, variability, potency band und openai enriched at hinterlegt; sie dienen der wissenschaftlichen Einordnung und sind keine Konsumempfehlung.
Evidenzlage
Der Claim Layer ordnet 2 externe Quellen zu: Referenzquellen.
Living Evidence
Research Watch
Als Humanstudie klassifizierte Quellen
Als Tierstudie klassifizierte Quellen
Zell-, Bindungs- oder funktionelle Assays
Klinische Fall- oder Fallserienquellen
Systematische oder narrative Übersichtsarbeiten
Freigegebene Berichte, getrennt von Forschungsevidenz
Behördliche oder forensische Monitoringquellen
Vertiefende Risikoeinordnung öffnen
Wie wirkt Scopolamine pharmakologisch?
Rezeptoraktivität, Evidenztyp und Übertragungsgrenze werden gemeinsam gezeigt, damit präklinische, klassenbasierte und klinische Befunde nicht miteinander verschmelzen.
Scopolamin (Hyoscin) ist ein nicht-selektiver kompetitiver Antagonist an muskarinischen Acetylcholinrezeptoren (M1–M5). Blockiert cholinerge Transmission in ZNS und Peripherie. ZNS-Effekte (M1-Blockade): Amnesie, Verwirrtheit, Delirium, Halluzinationen — die anticholinerge Psychose ist charakteristisch für mittlere bis hohe Dosen. Periphere Effekte (M2/M3-Blockade): Tachykardie (M2-Blockade am Sinusknoten), Mydriasis und Zykloplegie (Pupillenerweiterung, Akkomodationslähmung), Xerostomie und Anhidrose (Drüsenhemmung), Hyperthermie durch fehlende Schweißsekretion, Harnverhalt (Blasentonusreduktion), intestinale Hypomotilität. Das klassische anticholinerge Toxidrom: „Mad as a hatter (Delirium), hot as a hare (Hyperthermie ohne Schwitzen), dry as a bone (Xerostomie/Anhidrose), blind as a bat (Mydriasis), red as a beet (Hautrötung)". Krimineller Einsatz: Scopolamin induziert Amnesie und Compliance bereits bei oralen Dosen von 0.5-1mg — Einsatz als K.O.-Substanz in Südamerika (Burundanga) dokumentiert. Antagonist ist Physostigmin (reversibler AChE-Hemmer).
Muscarinic receptor antagonist
Safety zuerst
Risiken und Interaktionen
Die Sicherheitsbewertung zu Scopolamine folgt den vorhandenen substanzspezifischen Claims; offene Punkte werden als Forschungsfragen ausgewiesen.
Diese Informationen dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Priorisierte Risikohinweise
Kritische Kombinationen
0 dokumentiertKlassenbasierte Warnmuster sind nicht substanzspezifisch geprüft und werden deshalb getrennt von direkten Paarbefunden gekennzeichnet.
Ergänzende Safer-Use-Hinweise
- Informiere dich gründlich über Wirkungen und Risiken bevor du eine Substanz konsumierst.
- Konsumiere nie allein – eine nüchterne Vertrauensperson sollte anwesend sein.
- Achte auf Set (innere Verfassung) und Setting (äußere Umgebung).
- Bei gesundheitlichen Problemen oder Notfällen sofort den Notruf (112) wählen.
Vollständige Interaktionsdetails und Datenbasis
Interaktionsdaten basieren auf bekannten Mechanismen. Unbekannte oder seltene Wechselwirkungen sind möglich und können lebensgefährlich sein.
Separater Evidenztyp · unverifiziert
Community & Erfahrungen
Communityberichte ergänzen mögliche Beobachtungen, werden aber weder mit Studien noch mit forensischem Monitoring gleichgesetzt.
Community-Signale & Erfahrungen
Teile einen Bericht, eine Beobachtung oder eine Frage zu dieser Substanz. Beiträge werden vor Veröffentlichung geprüft und als unverifizierte Community-Signale markiert.
Diese Beiträge stammen von Nutzer:innen und sind nicht verifiziert. Sie können subjektive Erfahrungen, Beobachtungen, Quellenhinweise oder Korrekturen enthalten. Sie ersetzen keine wissenschaftlichen Daten und sind keine Konsumempfehlung.
Der Signal-Hub bündelt freigegebene Warnhinweise, Erfahrungsberichte und Quellen nach Relevanz.
Offene Forschungsfragen
Der Claim Layer übersetzt unbesetzte Evidenzfelder in überprüfbare Fragen. So bleibt sichtbar, welche nächste Beobachtung die Einordnung tatsächlich verändern würde.
- 1
Welche kontrollierten Humanstudien liegen zu Scopolamine vor?
Humanstudien würden die Übertragungsgrenze präklinischer, analytischer oder klassenbasierter Befunde präzisieren.
Research status: offen - 2
Wie lang sind Eliminationshalbwertszeit und substanzspezifischer Zeitverlauf von Scopolamine?
Zeitparameter beeinflussen Nachwirkungen, Interaktionsfenster und die toxikologische Beobachtung.
Research status: offen - 3
Welche Metaboliten und CYP-Enzyme sind bei Scopolamine beteiligt?
Stoffwechselwege helfen, Wirkdauer, Nachweisbarkeit und mögliche Interaktionen einzuordnen.
Research status: offen - 4
Welche klinischen Toxizitätsbefunde sind analytisch bestätigtem Scopolamine zuzuordnen?
Bestätigte Fälle können substanzspezifische Gefahren von allgemeinen Klassenwarnungen abgrenzen.
Research status: offen - 5
Welche Interaktionen von Scopolamine sind direkt untersucht und welche nur klassenbasiert abgeleitet?
Die Trennung verhindert, dass fehlende Paarbefunde als Entwarnung verstanden werden.
Research status: offen
Methodikfragen
Wie werden direkte Daten und Klassenwissen zu Scopolamine getrennt?
Welche Evidenz würde die Einordnung von Scopolamine als Nächstes verbessern?
Antworten werden aus den oben ausgewiesenen substanzspezifischen, klassenbasierten und Community-Claims zusammengesetzt.
Für tieferes Verständnis
Wissensgraph, verwandte Konzepte und vertiefende Relationen stehen hinter den schnellen Sicherheitssektionen.
Quellen & Methodik
Jede sichtbare Aussage im Living-Monograph-Layer verweist auf genau eine primäre Displayquelle. Klassenwissen und Communitysignale bleiben dabei explizit getrennt.
- 01Scopolamine — komponierter Synapedia-Datensatz
Synapedia · abgerufen 2026-05-07
scopolamine-identityscopolamine-summaryscopolamine-mechanism-1scopolamine-mechanism-2scopolamine-effects-neutralscopolamine-dosage-contextscopolamine-risk-1scopolamine-risk-2scopolamine-risk-3scopolamine-risk-4scopolamine-safer-use-1scopolamine-safer-use-2scopolamine-safer-use-3scopolamine-safer-use-4scopolamine-evidence-overview - 02Wikipedia: Scopolamin
de.wikipedia.org · abgerufen 2026-05-07
- 03PubMed: Pharmacology of Scopolamine
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov · abgerufen 2026-05-07
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Evidenz, Datenqualität, Quellenbasis und Review-Stand sind hier auf einen Blick verdichtet.
Evidenzniveau
Unbekannt
Basierend auf Fachliteratur mit eingeschränkter primärer Evidenz.
Datenqualität
Teilweise dokumentiert
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Automatisiert vorbereitete Basisdaten
Diese Angaben können nützlich für Orientierung sein, sind aber nicht vollständig redaktionell geprüft.
- Quellenlage wird ausgebaut.
- Keine medizinische Autorität ableiten.
- Bei Risiken externe Fachhilfe einbeziehen.
Quellen
2 Quellen
2 sichtbare oder erfasste Quellen; davon 2 direkt eingeblendet.
Review & Aktualität
Zuletzt aktualisiert: 7. Mai 2026
Nicht brandneu, aber noch innerhalb eines sinnvollen Review-Fensters.
Quellenbasiert oder als Basisdaten gekennzeichnet, nicht klinisch geprüft und keine medizinische Beratung.
Synapedia Evidence
Fakten-Snapshot
- Substanzklasse
- Tropanalkaloide
- Wirkmechanismus
- Scopolamin (Hyoscin) ist ein nicht-selektiver kompetitiver Antagonist an muskarinischen …
- Hauptwirkungen
- Sedierung, Antiemetisch, Anticholinerg, Amnesie
- Risikostufe
- Nicht eingestuft
- Evidenz & Qualität
- unknown · 2 Quellen
- Zuletzt aktualisiert
- 7. Mai 2026
