Pharmakologische Grundlagen und Rezeptorprofile
Der M1-Muskarinrezeptor ist ein Gq/11-gekoppelter Acetylcholinrezeptor, der eine zentrale Rolle bei Kognition und Gedächtnis spielt. Antagonismus kann Verwirrtheit, Gedächtnisstörungen und anticholinerges Delir verursachen.
⚠ Anticholinerge Blockade kann Delir, kognitive Defizite und Verwirrtheit auslösen; Kombination anticholinerger Substanzen ist besonders riskant.
Der M2-Muskarinrezeptor ist ein Gi/Go-gekoppelter Acetylcholinrezeptor, der als Autorezeptor die Acetylcholinfreisetzung reguliert und am Herzen negativ chronotrop und dromotrop wirkt.
⚠ Blockade kann Tachykardie verursachen; wird durch verschiedene Substanzen mit anticholinergem Profil beeinflusst.
Der M3-Muskarinrezeptor ist ein Gq/11-gekoppelter Acetylcholinrezeptor, der glatte Muskelkontraktion, Drüsensekretion und Pupillenverengung vermittelt. Antagonismus verursacht Mydriasis, Mundtrockenheit und Harnretention.
⚠ Anticholinerge Blockade verursacht Mundtrockenheit, Harnretention und Obstipation.