Pharmakologische Grundlagen und Rezeptorprofile
Der 5-HT2A-Rezeptor ist ein Serotonin-Rezeptor der Klasse Gq-gekoppelter GPCRs. Er ist der primäre molekulare Angriffspunkt klassischer Psychedelika und spielt eine Rolle bei Kognition und Wahrnehmung.
⚠ Starke Aktivierung kann intensive Wahrnehmungsveränderungen und psychotomimetische Effekte auslösen.
Der D2-Rezeptor ist ein Gi-gekoppelter Dopaminrezeptor mit hoher Dichte im Striatum. Er ist ein wichtiges Ziel für Antipsychotika und moduliert motorische Funktionen sowie Belohnungsverarbeitung.
⚠ Chronische Stimulation kann Sensibilisierung und psychotomimetische Effekte begünstigen.
Der H1-Rezeptor ist ein Gq/11-gekoppelter Histaminrezeptor, der an allergischen Reaktionen, Wachheit und Thermoregulation beteiligt ist. Antagonismus verursacht Sedierung und wird therapeutisch als Schlafhilfe und Antiallergikum genutzt.
⚠ Antagonismus verursacht Sedierung, kognitive Beeinträchtigung und anticholinerge Nebeneffekte.
Der M1-Muskarinrezeptor ist ein Gq/11-gekoppelter Acetylcholinrezeptor, der eine zentrale Rolle bei Kognition und Gedächtnis spielt. Antagonismus kann Verwirrtheit, Gedächtnisstörungen und anticholinerges Delir verursachen.
⚠ Anticholinerge Blockade kann Delir, kognitive Defizite und Verwirrtheit auslösen; Kombination anticholinerger Substanzen ist besonders riskant.