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(6aR,9R)-N,N-diethyl-7-methyl-6,6a,8,9-tetrahydro-4H-indolo[4,3-fg]quinoline-9-carboxamide
LSD (Lysergsäurediethylamid) ist ein halbsynthetisches Psychedelikum aus der Gruppe der Lysergamide. Es wirkt primär als Partialagonist am 5-HT2A-Serotoninrezeptor im präfrontalen Kortex und verändert tiefgreifend Wahrnehmung, Denken und Bewusstsein. Typische Dosen liegen zwischen 75–150 µg oral; die Gesamtwirkdauer beträgt 8–12 Stunden. LSD gilt als nicht körperlich abhängigkeitserzeugend mit extrem hohem therapeutischem Index. In klinischen Studien wird es zur Behandlung von Cluster-Kopfschmerzen, Angststörungen und Alkoholabhängigkeit untersucht.
Mental
Visuelle Veränderungen: geometrische Muster, Farbverstärkung, Tracer und Nachbilder
Mental
Gedankenbeschleunigung und ungewöhnliche kognitive Verknüpfungen
Mental
Emotionale Amplifikation: positive wie negative Gefühle werden stark verstärkt
Mental
Erhöhte Empathie, Offenheit und soziale Verbundenheit
Mental
Mystische oder spirituelle Erlebnisse, Gefühl tiefer Bedeutsamkeit
1 gefährliche Kombination
Diese Kombinationen sollten vor jeder weiteren Recherche zuerst geprüft werden, weil sie akute Risiken deutlich erhöhen können.
Bestimmte Kombinationen können gefährlich sein. Informiere dich vor der Einnahme mit anderen Substanzen.
Verstärkte und unberechenbare psychedelische Wirkung
LSD ist ein 5-HT2A-Agonist, der teilweise über MAO metabolisiert wird. MAO-Hemmer verlangsamen den LSD-Abbau und erhöhen gleichzeitig die synaptische Serotoninverfügbarkeit. Die Kombination kann die psychedelische Wirkung massiv intensivieren und verlängern. Im Gegensatz zur MAOI+MDMA-Kombination (lebensbedrohliches Serotoninsyndrom) ist das Hauptrisiko bei MAOI+LSD die psychische Überlastung durch eine überwältigend intensive und verlängerte psychedelische Erfahrung. Serotoninsyndrom-Symptome sind dennoch nicht ausgeschlossen, insbesondere bei hohen LSD-Dosen oder irreversiblen MAOI.
Abgeschwächte Wirkung und unklare Risiken
Chronische SSRI-Einnahme führt zur Downregulation postsynaptischer 5-HT2A-Rezeptoren — dem primären Wirkort von LSD. Dies kann die psychedelische Wirkung abschwächen. Umgekehrt kann das abrupte Absetzen des SSRI zu einer Upregulation der 5-HT2A-Rezeptoren führen und die LSD-Wirkung unverwartet verstärken. Das Serotoninsyndrom-Risiko ist geringer als bei MDMA+SSRI, da LSD ein Rezeptoragonist ist und keine Serotoninfreisetzung bewirkt. Dennoch sind serotoninerge Wechselwirkungen nicht ausgeschlossen.
Verstärkte serotonerge Aktivität
LSD aktiviert 5-HT2A-Rezeptoren direkt (Rezeptoragonismus), MDMA erhöht die synaptische Serotoninkonzentration durch Transporter-Umkehr (Freisetzung). Die Kombination (umgangssprachlich "Candy Flip") erzeugt eine qualitativ andere Erfahrung als jede Einzelsubstanz. Die serotonerge Gesamtlast ist erhöht, wobei das Serotoninsyndrom-Risiko geringer ist als bei MDMA+SSRI, da LSD kein Serotoninfreisetzer ist. Die psychische Belastung ist jedoch erheblich: intensivierte Emotionalität, verzerrte Zeitwahrnehmung und erhöhte Vulnerabilität für Angst oder psychotische Durchbrüche.
Abgeschwächte psychedelische Wirkung und serotonerge Wechselwirkungen
Chronische SNRI-Einnahme führt zur Downregulation von 5-HT2A-Rezeptoren, dem primären Wirkort von LSD. Dies kann die psychedelische Wirkung abschwächen. Die noradrenerge Komponente der SNRI (NET-Blockade) kann die sympathomimetischen LSD-Nebenwirkungen (Tachykardie, Tremor, Mydriasis) verstärken. Das Serotoninsyndrom-Risiko ist gering, da LSD ein Rezeptoragonist ist und kein Serotoninfreisetzer. Klinisch ist die häufigste Konsequenz eine abgeschwächte oder veränderte psychedelische Erfahrung, nicht eine gefährliche Interaktion.
Moderates Risiko: Potenzierte Psychotomimese und erhöhtes Angstrisiko
LSD wirkt primär als 5-HT2A-Agonist und moduliert die kortikale Informationsverarbeitung. THC aktiviert CB1-Rezeptoren, die die serotonerge Signaltransduktion im präfrontalen Kortex modulieren. Die Kombination kann die psychedelische Wirkintensität verstärken und das Risiko für Angst, Panik, transiente psychotische Symptome und Depersonalisation erhöhen. Eine direkte pharmakokinetische Interaktion besteht nicht.
Verlauf auf einen Blick
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Der Fingerprint verdichtet Rezeptoren, Wirkmechanismen und Substanzklasse zu einem kompakten pharmakologischen Profil.
Er dient als Orientierung für das Gesamtprofil, nicht als Ersatz für die Detailsektionen. Die Datenlage ist hier begrenzt.
LSD wirkt primär als partieller Agonist am 5-HT2A-Rezeptor der kortikalen Pyramidenzellen und bewirkt dadurch eine Enthemmung des thalamokortikalen Filterprozesses. Die…
Wirkmechanismen
Zielrezeptoren
Trust Layer
Evidenz, Datenqualität, Quellenbasis und Review-Stand sind hier auf einen Blick verdichtet.
Evidenzniveau
Hohe Evidenz
Gestützt durch mehrere primäre Literaturquellen und wissenschaftliche Reviews.
Datenqualität
Mittlere Datenqualität
Die wichtigsten Punkte sind abgedeckt, aber Teile der Einordnung beruhen eher auf Baseline-Daten oder allgemeinen Klassenmustern.
Quellen
4 Quellen
4 sichtbare oder erfasste Quellen; davon 5 direkt eingeblendet.
Review & Aktualität
Zuletzt geprüft: 27. März 2026
Zuletzt relativ frisch geprüft oder aktualisiert.
Wissenschaftlich aufbereitete Informationen, keine medizinische Beratung.
⚠️ Dieser Artikel dient ausschließlich der wissenschaftlichen Aufklärung und Schadensminimierung. Er stellt keine Konsum- oder Dosierungsanleitung dar.
Quelle: Enrichment: Generierte Sicherheitsinformationen für LSD (expert_consensus) Quelle: LSD: A Review of Its Pharmacology and Therapeutic Potential (pubmed) — Link Quelle: Psychedelics and Mental Health: A Review (pubmed) — Link
LSD acts primarily as a partial agonist at the 5-HT2A serotonin receptor, the principal mediator of its psychedelic effects. Unlike simpler serotonergic agonists, LSD binds with exceptionally high affinity (Ki ≈ 1–3 nM at 5-HT2A) and induces a lid-closed receptor conformation that prolongs intracellular signaling via both Gq and β-arrestin-2 pathways. This disrupts thalamocortical filtering and Default Mode Network (DMN) connectivity, producing characteristic alterations in perception, cognition, and self-referential processing. LSD also targets 5-HT1A receptors (anxiolytic modulation), 5-HT2C, D1 and D2 dopamine receptors (mood elevation, altered reward processing), 5-HT6, and TAAR1. Its broad receptor profile, nanomolar potency, and unusually long receptor residence time (estimated 6–8 hours at 5-HT2A) distinguish LSD from most other serotonergic psychedelics and account for its 8–12 hour duration of action.
Quelle: Enrichment: Generierte Sicherheitsinformationen für LSD (expert_consensus) Quelle: LSD: A Review of Its Pharmacology and Therapeutic Potential (pubmed) — Link Quelle: Psychedelics and Mental Health: A Review (pubmed) — Link