QT-Verlängerung und kardiale Risiken bei Hochdosis-Kombination
Loperamid ist ein peripherer μ-Opioid-Agonist (nicht ZNS-gängig in therapeutischen Dosen). In Hochdosis (>100 mg), wie sie beim missbräuchlichen Gebrauch zur Opioid-Substitution vorkommt, überwindet Loperamid die Blut-Hirn-Schranke, wirkt zentral opioidartig und blockiert hERG-Kaliumkanäle. Die Kombination mit anderen Opioiden potenziert beide Risiken.
Mechanistischer Konflikt
- μ-Opioid-Agonismus peripher (Loperamid) + μ-Opioid-Agonismus zentral (Opioid)
- Loperamid in Hochdosis: hERG-Kanal-Blockade → QT-Verlängerung + zentrale Opioidwirkung