Evidenzbasierte Hinweise zur Risikominimierung und Schadensminderung
Harm Reduction
Die sicherste Option ist immer der Verzicht auf Substanzkonsum. Falls dennoch konsumiert wird, können diese evidenzbasierten Hinweise das Risiko reduzieren.
Drug-Checking nutzen, wenn verfügbar — Identität, Isomer und Reinheit im RC-Markt unsicher
Reagenztests können Hinweise auf Substanzklasse geben, ersetzen aber keine Laboranalyse
Nicht blind auf Händlernamen, Labels oder Angaben Dritter verlassen
Wegen kurzer Hauptwirkung Nachlegen bewusst vermeiden oder stark begrenzen — kumulative Risiken steigen erheblich
Keine Kombination mit MAO-Hemmern, anderen Stimulanzien, MDMA oder unbekannten Substanzgemischen
Bei Herzrasen, Brustschmerz, Ohnmacht, Verwirrtheit, Krampfanfällen, extremer Unruhe oder Überhitzung sofort medizinische Hilfe holen
Auf Körpertemperatur, Flüssigkeit und Elektrolyte achten — aber nicht exzessiv trinken (Hyponatriämie-Risiko)
Ausreichend Schlaf und Erholung einplanen; Stimulanzien verlängern Schlafprobleme
Keine Teilnahme am Straßenverkehr oder an Tätigkeiten, die volle Konzentration erfordern
Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Panik-/Psychose-Neigung oder bipolarer Vulnerabilität besonders hohes Risiko
Set und Setting berücksichtigen — Stimulanzien können Angst und Kontrollverlust verstärken