Substanz-Vergleich
LSD hält mit rund 10 Stunden spürbar länger an als Tandospirone (ca. 7 Stunden). Die Peak-Phase fällt bei LSD mit ~180 min deutlich länger aus als bei Tandospirone (~90 min). LSD ist im Bereich Psychedelische Tiefe deutlich stärker ausgeprägt. LSD tendiert im Bereich Empathie & Wärme zu etwas höheren Werten. Der Vergleich trennt Psychedelika und Azabicyclische Verbindungen nach Mechanismen, Wirkprofil, Dauer, Risikoprofil und Harm-Reduction-Kontext.
Trotz unterschiedlicher Klassen überschneiden sich Zielstrukturen wie 5-HT2A und 5-HT1A. Das macht Gemeinsamkeiten und Risikounterschiede besonders erklärbar.
Erkenntnisse
LSD hat deutlich höhere Psychedelische Tiefe
LSD hat etwas höhere Empathie & Wärme
| LSD | Tandospirone | |
|---|---|---|
| Klasse | Psychedelika | Azabicyclische Verbindungen |
| Risikostufe | moderate | — |
| Wirkmechanismen | 5-HT2A-Agonist, Partieller D2-Agonist | 5-HT1A agonist |
| Rezeptoren | 5-HT2A, 5-HT1A, D2 | 5-HT1A, 5-HT2A, D2, DAT |
| Effekte | Visuelle Veränderungen: geometrische Muster, Farbverstärkung, Tracer und Nachbilder, Halluzinationen: lebhafte Wahrnehmungsveränderungen und Objekte scheinen sich zu bewegen, Synästhesie: Überlagerung von Sinneswahrnehmungen (z.B. Töne als Farben erleben), Starke Zeitverzerrung (Minuten können sich wie Stunden anfühlen), Gedankenbeschleunigung und ungewöhnliche kognitive Verknüpfungen | Angstlinderung, Stimmungsaufhellung, Entspannung, Sedierung, Kognitive Verbesserung |
| Evidenz | strong | unknown |
LSD wirkt primär als partieller Agonist am 5-HT2A-Rezeptor der kortikalen Pyramidenzellen und bewirkt dadurch eine Enthemmung des thalamokortikalen Filterprozesses. Die psychedelischen Effekte entstehen durch Aktivierung des 5-HT2A-Rezeptors, welcher über Gq/11-Proteine die Phospholipase C aktiviert und zu erhöhter kortikaler Erregbarkeit führt. Zusätzlich wirkt LSD als Agonist an 5-HT1A-, 5-HT2C-, D1-, D2- und TAAR1-Rezeptoren, was zur emotionalen und kognitiven Vielfalt der Wirkung beiträgt. LSD bindet stabil an den Rezeptor (Wirkdauer >8h) und bildet eine „Deckel"-Konformation, die eine schnelle Dissoziation verhindert.
Safer-Use-Daten auf der Substanzseite verfügbar
Safer-Use-Daten auf der Substanzseite verfügbar
Evidenz: strong · Quellen: 7
Evidenz: unknown · Quellen: 2
LSD und Tandospirone gehören zu unterschiedlichen Klassen. Deshalb sollten Mechanismus, Wirkung und Risiko nicht gleichgesetzt werden.
Die Daten zeigen Überschneidungen bei 5-HT2A, 5-HT1A, D2. Gemeinsame Zielstrukturen bedeuten aber nicht gleiche Wirkung oder gleiche Sicherheit.
LSD ist aktuell mit "moderate" eingeordnet, Tandospirone mit "unknown". Individuelles Risiko hängt trotzdem von Gesundheit, Medikamenten, Kontext und weiteren Substanzen ab.
Synapedia wertet fehlende paarbezogene Daten nicht als Sicherheit. Mischkonsum kann unvorhersehbar sein, besonders bei Medikamenten, Vorerkrankungen oder weiteren Substanzen.