Substanz-Vergleich
Die Wirkung von LSD hält mit rund 10 Stunden deutlich länger an als die von Silene Capensis (ca. 5 Stunden). Silene Capensis tendiert im Bereich Dissoziation zu etwas höheren Werten. Silene Capensis tendiert im Bereich Stimulation zu etwas höheren Werten. Im Fokus stehen Unterschiede innerhalb der Klasse Psychedelika: Rezeptoren, Wirkprofil, Dauer, Risikostufe und bekannte Wechselwirkungssignale.
Beide Substanzen gehören zur Klasse Psychedelika. Der Vergleich ist deshalb relevant, um Unterschiede innerhalb derselben pharmakologischen Familie sichtbar zu machen.
Erkenntnisse
Silene Capensis hat etwas höhere Dissoziation
Silene Capensis hat etwas höhere Stimulation
| LSD | Silene Capensis | |
|---|---|---|
| Klasse | Psychedelika | Psychedelika |
| Risikostufe | moderate | — |
| Wirkmechanismen | 5-HT2A-Agonist, Partieller D2-Agonist | Unklar, vermutlich serotonerge Modulation |
| Rezeptoren | 5-HT2A, 5-HT1A, D2 | 5-HT2A, 5-HT1A, D2, DAT, NMDA |
| Effekte | Visuelle Veränderungen: geometrische Muster, Farbverstärkung, Tracer und Nachbilder, Halluzinationen: lebhafte Wahrnehmungsveränderungen und Objekte scheinen sich zu bewegen, Synästhesie: Überlagerung von Sinneswahrnehmungen (z.B. Töne als Farben erleben), Starke Zeitverzerrung (Minuten können sich wie Stunden anfühlen), Gedankenbeschleunigung und ungewöhnliche kognitive Verknüpfungen | Veränderte visuelle und auditive Wahrnehmung, Verstärkte Emotionalität und Introspektionsfähigkeit, Gefühl der Verbundenheit und Einheit, Erhöhte Kreativität und assoziatives Denken, Mystische oder spirituelle Erfahrungen |
| Evidenz | strong | unknown |
LSD wirkt primär als partieller Agonist am 5-HT2A-Rezeptor der kortikalen Pyramidenzellen und bewirkt dadurch eine Enthemmung des thalamokortikalen Filterprozesses. Die psychedelischen Effekte entstehen durch Aktivierung des 5-HT2A-Rezeptors, welcher über Gq/11-Proteine die Phospholipase C aktiviert und zu erhöhter kortikaler Erregbarkeit führt. Zusätzlich wirkt LSD als Agonist an 5-HT1A-, 5-HT2C-, D1-, D2- und TAAR1-Rezeptoren, was zur emotionalen und kognitiven Vielfalt der Wirkung beiträgt. LSD bindet stabil an den Rezeptor (Wirkdauer >8h) und bildet eine „Deckel"-Konformation, die eine schnelle Dissoziation verhindert.
Silene Capensis wirkt durch die Interaktion mit serotonergen und dopaminergen Rezeptoren im Gehirn, was zu veränderten Bewusstseinszuständen führen kann.
Safer-Use-Daten auf der Substanzseite verfügbar
Evidenz: strong · Quellen: 7
Evidenz: unknown · Quellen: 2
Der wichtigste Unterschied liegt im individuellen Wirkprofil, der Dauer und dem Risikokontext innerhalb der Klasse Psychedelika.
Die Daten zeigen Überschneidungen bei 5-HT2A, 5-HT1A, D2. Gemeinsame Zielstrukturen bedeuten aber nicht gleiche Wirkung oder gleiche Sicherheit.
LSD ist aktuell mit "moderate" eingeordnet, Silene Capensis mit "unknown". Individuelles Risiko hängt trotzdem von Gesundheit, Medikamenten, Kontext und weiteren Substanzen ab.
Synapedia wertet fehlende paarbezogene Daten nicht als Sicherheit. Mischkonsum kann unvorhersehbar sein, besonders bei Medikamenten, Vorerkrankungen oder weiteren Substanzen.