Substanz-Vergleich
1cP-LSD und LSD gehören beide zur Klasse Psychedelika. Die verfügbaren Daten zeigen Überschneidungen bei D2. Im Fokus stehen Unterschiede innerhalb der Klasse Psychedelika: Rezeptoren, Wirkprofil, Dauer, Risikostufe und bekannte Wechselwirkungssignale.
Beide Substanzen gehören zur Klasse Psychedelika. Der Vergleich ist deshalb relevant, um Unterschiede innerhalb derselben pharmakologischen Familie sichtbar zu machen.
Für dieses Paar liegt noch kein vollständig normalisierter Timeline-Overlay vor. Synapedia zeigt deshalb keine exakten Verlaufskurven und behandelt Dauerangaben als Datenlücke statt als sichere Vergleichsgrundlage.
Strukturierte Wirkverlaufsdaten sind vorhanden, aber nicht vollständig als Kurve normalisiert.
Strukturierte Wirkverlaufsdaten sind vorhanden, aber nicht vollständig als Kurve normalisiert.
Keine signifikanten Profilunterschiede
| 1cP-LSD | LSD | |
|---|---|---|
| Klasse | Psychedelika | Psychedelika |
| Risikostufe | — | moderate |
| Wirkmechanismen | Prodrug von LSD — Cyclopropionyl-Gruppe wird durch Esterasen zu LSD hydrolysiert, 5-HT2A partieller Agonist (aktiver Metabolit LSD), 5-HT2C Agonist, Dopamin D2 partieller Agonist, Agonist an multiplen 5-HT-Subtypen | 5-HT2A-Agonist, Partieller D2-Agonist |
| Rezeptoren | 5-HT2A (partieller Agonist), 5-HT2C (Agonist), 5-HT1A (Agonist), D2 | 5-HT2A, 5-HT1A, D2 |
| Effekte | Halluzinationen, Veränderte Wahrnehmung, Euphorie, Introspektion, Emotionale Erregung | Visuelle Veränderungen: geometrische Muster, Farbverstärkung, Tracer und Nachbilder, Halluzinationen: lebhafte Wahrnehmungsveränderungen und Objekte scheinen sich zu bewegen, Synästhesie: Überlagerung von Sinneswahrnehmungen (z.B. Töne als Farben erleben), Starke Zeitverzerrung (Minuten können sich wie Stunden anfühlen), Gedankenbeschleunigung und ungewöhnliche kognitive Verknüpfungen |
| Evidenz | unknown | strong |
1CP-LSD (1-Cyclopropionyl-LSD) ist eine weitere Prodrug für LSD mit Cyclopropionyl-Ester an der 1-Position. In vitro nahezu inaktiv an 5-HT2A. In vivo Hydrolyse durch hepatische Esterasen/Amidasen zu LSD. Höhere Lipophilie als 1P-LSD durch den Cyclopropionylring, was potenziell etwas schnellere ZNS-Penetration bedingt. Alle pharmakologischen Effekte stammen vom LSD-Metaboliten: 5-HT2A-Partialagonismus, 5-HT1A, D2, TAAR1-Aktivierung.
LSD wirkt primär als partieller Agonist am 5-HT2A-Rezeptor der kortikalen Pyramidenzellen und bewirkt dadurch eine Enthemmung des thalamokortikalen Filterprozesses. Die psychedelischen Effekte entstehen durch Aktivierung des 5-HT2A-Rezeptors, welcher über Gq/11-Proteine die Phospholipase C aktiviert und zu erhöhter kortikaler Erregbarkeit führt. Zusätzlich wirkt LSD als Agonist an 5-HT1A-, 5-HT2C-, D1-, D2- und TAAR1-Rezeptoren, was zur emotionalen und kognitiven Vielfalt der Wirkung beiträgt. LSD bindet stabil an den Rezeptor (Wirkdauer >8h) und bildet eine „Deckel"-Konformation, die eine schnelle Dissoziation verhindert.
Safer-Use-Daten auf der Substanzseite verfügbar
Evidenz: unknown · Quellen: 2
Evidenz: strong · Quellen: 7
Der wichtigste Unterschied liegt im individuellen Wirkprofil, der Dauer und dem Risikokontext innerhalb der Klasse Psychedelika.
Die Daten zeigen Überschneidungen bei D2. Gemeinsame Zielstrukturen bedeuten aber nicht gleiche Wirkung oder gleiche Sicherheit.
1cP-LSD ist aktuell mit "unknown" eingeordnet, LSD mit "moderate". Individuelles Risiko hängt trotzdem von Gesundheit, Medikamenten, Kontext und weiteren Substanzen ab.
Synapedia wertet fehlende paarbezogene Daten nicht als Sicherheit. Mischkonsum kann unvorhersehbar sein, besonders bei Medikamenten, Vorerkrankungen oder weiteren Substanzen.