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Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) sind eine Klasse von Antidepressiva, die den Serotonintransporter (SERT) blockieren. Sie werden primär bei Depressionen und Angststörungen verschrieben.
17 gefährliche Kombinationen
Diese Kombinationen sollten vor jeder weiteren Recherche zuerst geprüft werden, weil sie akute Risiken deutlich erhöhen können.
Bestimmte Kombinationen können gefährlich sein. Informiere dich vor der Einnahme mit anderen Substanzen.
Lebensbedrohlich: Serotoninsyndrom durch SSRI + MAO-Hemmung
SSRI blockieren die Serotonin-Wiederaufnahme, MAO-Hemmer blockieren den enzymatischen Serotoninabbau. Die Kombination eliminiert die beiden Hauptmechanismen der Serotonin-Clearance aus dem synaptischen Spalt. Das resultierende unkontrollierte Ansteigen der Serotoninkonzentration kann ein fulminantes Serotoninsyndrom auslösen. Diese Interaktion ist einer der am besten etablierten und gefährlichsten Fälle einer Arzneimittelwechselwirkung — Todesfälle sind dokumentiert.
Hohes Risiko: Serotoninsyndrom durch serotonerge Doppelwirkung
MDMA bewirkt eine massive Serotoninfreisetzung über den Serotonintransporter (SERT), während SSRI denselben Transporter blockieren. Die gleichzeitige Einnahme kann zu einer unkontrollierten Erhöhung der synaptischen Serotoninkonzentration führen und das Risiko eines Serotoninsyndroms erhöhen. Klinische Zeichen umfassen Hyperthermie, neuromuskuläre Hyperaktivität und autonome Instabilität.
Serotonerge Wechselwirkung: Risiko eines Serotoninsyndroms
DMT ist ein potenter 5-HT2A-Agonist und wird über MAO-A metabolisiert. Chronische SSRI-Einnahme kann die psychedelische Wirkung über 5-HT2A-Downregulation abschwächen. Da DMT nicht über den Serotonintransporter freigesetzt wird (im Gegensatz zu MDMA), sondern direkt am Rezeptor wirkt, ist das Serotoninsyndrom-Risiko geringer als bei MDMA+SSRI. Bei inhaliertem DMT ist die Interaktion klinisch weniger relevant als bei oralem DMT (Ayahuasca), da die Wirkdauer kurz ist.
Serotoninsyndrom: Doppelte serotonerge Wirkung
DXM ist ein SERT-Inhibitor und Sigma-1-Agonist. In Kombination mit SSRI wird die Serotonin-Wiederaufnahme von zwei Substanzen gleichzeitig gehemmt. Die resultierende Serotoninerhöhung kann ein Serotoninsyndrom auslösen. DXM ist in freiverkäuflichen Hustenmitteln (Hustenstiller) weit verbreitet — die Interaktion wird daher häufig nicht erkannt. Das FDA-zugelassene Kombinationspräparat Auvelity (DXM + Bupropion) nutzt die CYP2D6-Hemmung durch Bupropion zur DXM-Plasmaspiegel-Erhöhung — bei zusätzlicher SSRI-Einnahme ist besondere Vorsicht geboten.
Hohes Risiko: Serotoninsyndrom und Krampfanfälle
Tramadol hemmt neben seiner opioidagonistischen Wirkung am μ-Opioidrezeptor die Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin. SSRI blockieren ebenfalls den Serotonintransporter. Die Kombination kann zu einer gefährlichen serotonergen Überaktivierung führen (Serotoninsyndrom). Zusätzlich senken beide Substanzen unabhängig voneinander die Krampfschwelle, was das Risiko epileptischer Anfälle deutlich erhöht.
Der Fingerprint verdichtet Rezeptoren, Wirkmechanismen und Substanzklasse zu einem kompakten pharmakologischen Profil.
Er dient als Orientierung für das Gesamtprofil, nicht als Ersatz für die Detailsektionen. Die Datenlage ist hier begrenzt.
Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmung
Wirkmechanismen
Zielrezeptoren
Trust Layer
Evidenz, Datenqualität, Quellenbasis und Review-Stand sind hier auf einen Blick verdichtet.
Evidenzniveau
Limitierte Datenlage
Überwiegend klassenbezogene Daten; substanzspezifische Primärliteratur fehlt weitgehend.
Datenqualität
Mittlere Datenqualität
Die wichtigsten Punkte sind abgedeckt, aber Teile der Einordnung beruhen eher auf Baseline-Daten oder allgemeinen Klassenmustern.
Quellen
2 Quellen
2 sichtbare oder erfasste Quellen; davon 2 direkt eingeblendet.
Review & Aktualität
Kein Datum hinterlegt
Kein sichtbarer Review-Zeitpunkt hinterlegt.
Wissenschaftlich aufbereitete Informationen, keine medizinische Beratung.