Neuartige psychoaktive Substanzen, die oft als Derivate bekannter Wirkstoffe entwickelt werden und wenig erforscht sind.
Nimodipine ist ein selektiver L-Typ Calciumkanalblocker aus der Gruppe der Dihydropyridine, der vor allem zur Erweiterung der zerebralen Blutgefäße eingesetzt wird. Es wird häufig zur Behandlung und Prävention von zerebralen Vasospasmen nach Subarachnoidalblutungen verwendet. Die Substanz verbessert die Durchblutung im Gehirn und zeigt neuroprotektive Eigenschaften. Nebenwirkungen sind meist mild und umfassen Kopfschmerzen und Blutdruckabfall.
Ziconotide ist ein synthetisches Peptid, das als Analgetikum bei schweren chronischen Schmerzen eingesetzt wird. Es wirkt durch die Blockade von N-Typ spannungsabhängigen Calciumkanälen, wodurch die Schmerzsignalübertragung im Rückenmark gehemmt wird. Aufgrund seiner potenten Wirkung und möglichen Nebenwirkungen erfolgt die Anwendung meist intrathekal unter ärztlicher Überwachung.